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Qualitätsprüfung der Fleischerinnung

Ex-Bonnas testeten Wild- und Geflügelwürste

BONN.  Der Anteil an Sehnen und Gelee war ein bisschen zu hoch, "aber der Geschmack ist volle Möhre", fand Jäger Frank Detlev Hilfert. Er unterzog zusammen mit Peter Schmidt, Metzgermeister aus Neviges bei Wuppertal, und der Beueler Obermöhn Ina Harder in der Kantine des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz einen "Bierschinken vom Wildfleisch" einer sehr kritischen Überprüfung. Die Wurst sei gut, befand auch die ehemalige Bonna von 2006, aber nicht Gold wert.
Es geht um die Wurst: Die Ex-Bonnas Stephanie König (von links), Alexandra Zörner, Alexandra Pfeiler, Annelie Friedrichs, Marianne Berchem, Ina Harder und Nicola Schiffer bei der Qualitätsprüfung.
								Foto: Stefan Knopp

Es geht um die Wurst: Die Ex-Bonnas Stephanie König (von links), Alexandra Zörner, Alexandra Pfeiler, Annelie Friedrichs, Marianne Berchem, Ina Harder und Nicola Schiffer bei der Qualitätsprüfung.

Foto: Stefan Knopp

Auch Ex-Bonnas sind Verbraucher, und deshalb hatte die Fleischerinnung Bonn/Rhein-Sieg einige von ihnen als Schirmherrinnen zu ihrer jährlichen Wurstqualitätsprüfung eingeladen. Die findet für Wildwurst seit sieben Jahren, für Geflügel seit drei Jahren immer abwechselnd in Hennef und in Bonn statt.

An jedem Tisch saßen ein Jäger - am Geflügeltisch stattdessen Johannes Westarp vom Veterinäramt -, ein Metzgermeister und ein Verbraucher. Neben Ina Harder testeten Marianne Berchem (Bonna 1973), Alexandra Pfeiler (2008), Alexandra Zörner (2000), Nicola Schiffer (1996) und Stephanie König (2003) mit. Die Idee stammte von Metzgermeisterin Annelie Friedrichs, die 1995 ebenfalls Bonna war.

Mit Genuss und kritischem Auge wurden insgesamt 131 Würste aus ganz Deutschland getestet - die Hersteller blieben dabei bis zum Schluss unbekannt -, davon 104 vom Wild. Das sei eine Rekordzahl, sagte Adalbert Wolf, Obermeister der Fleischerinnung. Bonn/Rhein-Sieg.

Angefangen habe man mit 63 Sorten. "Das zeigt, dass die Verbraucher immer ernährungsbewusster geworden sind." Hoher Eiweiß-, niedriger Fettgehalt: Wildfleisch sei Natur pur. "Mehr Bio geht nicht", sagte Wolf. Am Geflügeltisch saßen amüsanterweise nur Tester, die eigentlich keine Fans von Geflügelwurst sind.

Er kenne die Zustände auf vielen Geflügelhöfen, sagte Westarp. "Die Verbraucher wissen nur, dass dieses Fleisch magerer ist, und denken nicht an die Herstellung." Mosaikgeflügelpastete, Gänsebrust mit Soße, Wildroulade im Kräutermantel oder Gamspfeffer: Die Bonnas hatten die Qual der Wahl bei der Vergabe des Clemens-Augustpokals für Wild und des Beethovenpokals für Geflügel. Besonders vorbereitet habe sie sich nicht, sagte Zörner. "Morgen wird gelaufen."

Die Gewinner der Qualitätsprüfung:
Wildwurst

Gesamtsieger: Metzgerei Haupt, Bonn für "Wildschweinleberwurst mit Preiselbeeren"; auch Sieger Kategorie Kochwurst
Kategorie Rohwurst: Joachim Seeger, Kuppenheim, "Hirschbeißer"
Kategorie Brühwurst: Metzgerei Kurt Jürgen Schmidt, Katzenelnbogen, "Wildbierschinken"
Kategorie Roh-/Kochpökelware: Metzgerei Reske, Bornheim, "Hirschschinken"; auch Sieger Kategorie Fertiges Erzeugnis, "Hirschrouladen"
Kategorie Wurstwaren in Glas oder Dose: Metzgerei Schnaut, Lollar, "Wildschweinpastete"

Geflügelwurst

Gesamtsieger: Metzgerei Schönwälder Spezialitäten aus Eggstätt für "Geflügel-Lebercreme"
Kategorie Brühwurst: Metzgerei Wolf, Wachtberg, "Geflügelfleischwurst"
Kategorie Fertiges Erzeugnis: Metzgerei Breuer , Bornheim, "Putenroulade im Teigmantel in Kraftbouillon"

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