Tipps und Ideen

Kreativ zum Karneval: Kinderkostüme selber machen

Selbstgemachte Kinderkostüme

Wenn Eltern das Faschingsoutfit ihrer Kleinen selbst machen, muss nicht immer nur die Nähmaschine zum Einsatz kommen. Auch zahlreiche Haushaltsutensilien können hilfreich sein. Foto: Jens Schierenbeck

17.02.2014 Köln. Prinzessin, Indianer oder Superheld: Im Kaufhaus ist die Auswahl an Kinderkostümen oft begrenzt. Ausgefallener sind meist selbst gebastelte Verkleidungen. Viele Utensilien finden Eltern dafür in der Küche oder in der Werkstatt.

Für strapazierfähige und kreative Kinderkostüme müssen Eltern nicht unbedingt viel Geld ausgeben: Viele Utensilien haben sie zu Hause in der Küche. Zusammen mit ein paar Materialien aus dem Baumarkt oder Bastelladen werden die Kleinen zu Außerirdischen, Elfen oder einem abgewandelten Pumuckl.

"Um eine Kopfbedeckung zu basteln, eignet sich ein Küchensieb gut", sagt Martina Lammel, Kreativexpertin bei der DIY Academy in Köln. Damit es richtig auf dem Kopf sitzt, werden von innen kleine Schwämmchen an den Siebmaschen angebunden. "Das polstert auch gleichzeitig." Mit Kabelbindern können durch die Sieblöcher von außen weitere Dinge befestigt werden: Alufolie, silberne Abflusssiebe, Bastelfolie - und fertig ist der Helm eines Außerirdischen.

Flügel für Feen, Elfen oder Bienen können Eltern aus Trittschalldämmung basteln. "Das ist schön leicht, zieht nicht nach unten und lässt sich prima raffen", sagt Lammel. Die weiße Schaumfolie besteht aus Polyethylen. Im Baumarkt wird sie oft auf Rollen verkauft. Entweder man tackert die Flügel in Form oder fixiert sie ebenfalls mit Kabelbindern. "Damit beim Kürzen der Binder keine scharfe Stelle übersteht, glättet man sie am besten mit einer Nagelfeile", sagt Lammel.

Dämmstreifen, die zum Schallschutz eingesetzt werden, lassen sich ebenfalls zweckentfremden. Dazu fasst man etwa 10 bis 15 der hellblauen Streifen zu einem Bündel zusammen und befestigt sie beispielsweise an einer Mütze oder Kappe: "Das gibt eine Pumuckl-Perücke in einer anderen Farbe." Mit ein bisschen Schminke im Gesicht kann der Rest der Verkleidung schlicht ausfallen.

Tragen Kinder nicht gern etwas auf dem Kopf, ziehen sie ihre Verkleidung am besten einfach über: zum Beispiel einen Maleranzug, der sich zurechtschneiden lässt. Er kann bemalt, beklebt oder mit kleinen Luftballons verziert werden. Sie halten gut mit Sicherheitsnadeln am Anzug, die durch den Ballonknoten gestochen werden. "So kann das Kind als Apfelbaum oder Traube gehen", sagt Lammel. (dpa/tmn)