Brauchtum

Karneval kein nationales Kulturerbe

Traurig aber wahr: Der Vorschlag, den Karneval in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes augzunehmen, wurde abgelehnt.

09.12.2016 BEXBACH/BONN. Der deutsche Karneval wird erst einmal nicht als nationales Brauchtum in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Die deutsche Unesco-Kommission teilte am Freitag mit, dass 34 Kulturformen aufgenommen wurden - darunter aber nicht der Vorschlag „Brauchtumskomplex Karneval, Fasching und Fastnacht“. Eine Sprecherin erklärte, der Karneval könne aber wieder nominiert werden. Dies sei ab dem Frühjahr kommenden Jahres möglich, eine Entscheidung gebe es dann Ende 2018.

Der rheinische Karneval mit seinen Hochburgen Köln, Aachen und Düsseldorf ist bereit seit März 2015 in der Kulturerbe-Liste. Allerdings gibt es in vielen weiteren Regionen in Deutschland Fastnachtsbräuche, etwa die Mainzer Fastnacht und die Schwäbisch-alemannische Fastnacht.

Neu aufgenommen wurden unter anderem die Ostfriesische Teekultur, Poetry-Slams, das Hebammenwesen, die Porzellanmalerei und die Blaudruck-Technik. Entschieden haben das die Kultusministerkonferenz unter der Leitung der Bremer Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) und die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU) auf Grundlage der Empfehlungen der deutschen Unesco-Experten. (dpa)