Ahrweiler Karnevals Gesellschaft

Änderungen beim Ahrweiler Rosenmontagszug

AHRWEILER. Beim Ahrweiler Rosenmontagszug wird es im kommenden Jahr einige Änderungen geben. Dort waren zuletzt vermehrt Gruppen auf Festwagen unterwegs, die dort ein Eigenleben führten.

Die Ahrweiler Karnevals Gesellschaft (AKG) um ihren Vorsitzenden Udo Willerscheid kennt seit einigen Jahren nur eine Entwicklung: steil nach oben. Bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch im Hotel „Zum Stern“ zeigte sich, dass dieser Kurs ungebremst fortgeführt wird. Die Mitgliederzahlen steigen, die Zahl derer, die Verantwortung übernehmen wollen, ebenfalls. Und die Reformen der ureigenen Veranstaltungen im Karneval schreiten weiter voran. Vorsitzender und Vorstand sind dankbar, niemand klebt an seinem Posten und auch nicht an Althergebrachtem. Noch vor wenigen Jahren kamen 20 oder 30 Mitglieder zu den Sitzungen, dieses Mal waren es 60. Insgesamt weiß die AKG rund 420 Mitstreiter in ihren Reihen, 50 mehr als noch vor Jahresfrist.

Die Jahreshauptversammlung ist keine Kenntnisnahme von Zahlen und Fakten, es wird munter diskutiert. Anregungen sind erwünscht und werden vom Vorstand dankbar angenommen.

Günter Wolf berichtete als Chronist übers abgelaufene Vereinsjahr, und das in Reimform mit jeder Menge Pointen. Schatzmeisterin Annette Willerscheid strahlte ob guter Kassenlage, auch wenn es ein weit schlechteres finanzielles Ergebnis zu vermelden gab als vor Jahresfrist. Denn es wurden neue Kostüme beschafft, der Wagenpark für den Rosenmontagszug wurde teilweise erneuert. Dass Kosten wie Gagen oder Mieten anstiegen, konnte durch mehr Mitgliedsbeiträge kompensiert werden. Die AKG kann es sich leisten, auch schon mal ein üppiges Fest für die Aktiven zu veranstalten. „Aber nicht jedes Jahr“, bleibt der Vorstand auf dem Teppich. Irmgard Friedrich und Volkmar Grimm hatten die Kasse geprüft und empfahlen die Entlastung des Vorstands, die einstimmig gewährt wurde. Besagter Vorstand wuchs an, man konnte junge Leute gewinnen. Udo Willerscheid und Udo Groß, beide bisher mit zwei Ämtern belegt, konnten jeweils eines davon abgeben. Udo Groß verzichtete sogar auf den stellvertretenden Vorsitz, er bleibt lieber Sitzungspräsident.

Mit 83 Prozent zum neuen Vize

Dieter Reinnarth wurde in geheimer Wahl mit 83 Prozent Zustimmung zum neuen Vize gewählt. Kambiz Bardjasteh bleibt zweiter Kassierer, Sarah Jakobs löste Petra Zimmermann im Amt der stellvertretenden Geschäftsführerin ab. Carolin Groß übernahm den Posten als stellvertretende Sitzungspräsidentin von Udo Willerscheid. Franz-Josef „Joe“ Platz bleibt Literat und Dieter Zimmermann Pressesprecher. Die fünf statt bisher vier Beisitzer sind Petra Zimmermann, Charlotta Müller, Michael Groß, Daniel Gies und Johanna Küls. Als Literaten für die Hutsitzung entsendet die AKG Theresa Friedrich und Shanice Boes.

Nach den Wahlen richtete der Vorsitzende den Blick nach vorn und ließ durchblicken, dass es auch für die kommende Session eine, vielleicht auch mehrere Tollitäten geben wird. Mindestens genauso wichtig: Es wird Veränderungen beim Rosenmontagszug geben. Dort waren zuletzt vermehrt Gruppen auf Festwagen unterwegs, die dort ein Eigenleben führten, kaum Kamelle warfen, dafür laute Musik spielten und mächtig dem Alkohol zusprachen. Die Folge war Kritik aus Reihen der Besucher am Straßenrand.

Im kommenden Rosenmontagszug in Ahrweiler werden nun keine Musikanlagen auf den Wagen mehr zugelassen, dafür werden mehr Musikkapellen verpflichtet. Es wird keine Biergelage auf den Wagen und keine vermummten Mitfahrer dort mehr geben. Eine Neuregelung, die die Versammlung mit viel Beifall honorierte.