Narren erstürmen das Altenahrer Rathaus

Café Haag in Altenahr öffnet zum vorletzten Mal

Sturm der Narren durch die Rathaustür in Altenahr. Links: „Chefkoch“ Achim Haag.

Sturm der Narren durch die Rathaustür in Altenahr. Links: „Chefkoch“ Achim Haag.

ALTENAHR. Nur noch einmal wird es in Altenahr das „Café Haag“ geben: 2019 am Tag nach Weiberfastnacht. Denn im Sommer nächsten Jahres hört der Bürgermeister der Verbandsgemeinde und Namensgeber, Achim Haag, auf.

So öffnete sich am Freitagmorgen das „Café Haag“, auch als Altenahrer Rathaus bekannt, zum vorletzten Mal für die Narren aus der kompletten Verbandsgemeinde. Ein Böller aus der Kanone der Hönninger Karnevalisten hatte genügt, um den Chefkoch des Cafés zur Kapitulation zu „überreden“: „Kommt rein“, sagte Haag zu den gut hundert von Dernau bis zur Oberahr angereisten Narren. Diese war vorher erstmals ohne die Tamboure aus Dernau im Festzug vom Winzerverein zum Rathaus marschiert. Grund: Das Corps hat sich aufgelöst. Daher sorgten die Tonbandos vom Balkon aus für die passende Musik.

Gute Laune war dann im Sitzungssaal unterm Dach des Rathauses Trumpf. Achim Haag schwärmte dabei von Zeiten, als es „noch richtiges Geld gab und man Doktorarbeiten selber schrieb“, Piraten noch Schiffe hatten und der FC Köln noch „gut dabei“ war. Doch das war einmal. Heute drehe sich alles um Facebook, Onlinechats und Communitys. Überhaupt treibe Englisch seltsame Blüten: „Smalltalk ist heute ein Klaaf, my most favourite word ist Altenahr Alaaf.“