Tollitätenempfang im Rathaus von Bad Neuenahr-Ahrweiler

Das letzte Alaaf ist verklungen

Stelldichein der Korporationen der Kreisstadt im großen Sitzungssaal des Rathauses.

Stelldichein der Korporationen der Kreisstadt im großen Sitzungssaal des Rathauses.

BAD NEUENAHR-AHRWEILER. Zum Finale der närrischen Tage empfing Bürgermeister Guido Orthen die Tollitäten im Rathaus der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Vorbei ist vorbei. Zum letzten Mal für diese Session hieß es im Rathaus der Kreisstadt Alaaf. Und natürlich AhBaBaHeiWa, denn das ist der Schlachtruf, unter dem sich alle Jecken von Heimers- bis Walporzheim, Bachem, Bad Neuenahr und Ahrweiler vereinen. Und vereint zogen die Korporationen denn auch punkt 10.11 Uhr in den großen Sitzungssaal ein, Dass alle Tischdecken dabei nur so von der Zahl 50 wimmelten, wunderte niemanden. Denn die Gesamtstadt mit dem Bindestrich feiert ihr Goldjubiläum.

Nur die Ramersbacher kamen später hinzu. Bis 1974 waren sie Brohltaler und nach Aussage des damaligen Bürgermeisters Rudolf Weltken eine Woche lang „hackedicht vor Freude“, dass sie Kreisstädter wurden. Aber das ist eine andere Geschichte. Ebenso wie die, dass der Tollitätenempfang einer Idee von Weltken entspringt. Sein mittlerweile dritter Nachfolger, Guido Orthen, musste daher keine „Spielregeln“ mehr erklären, sondern meinte vor den versammelten Jecken nur: „Trinkt auf das Wir, ob Wasser, Sekt oder Bier.“ In Reimform begrüßte der Stadtchef die Tollitäten und wies gleichzeitig schon auf die Feiern zum Stadtjubiläum hin: „Zum 50. Jahr unserer Heimatstadt haben wir kölsche Lieder auch im Juni nicht satt. Am 1. Juni feiern wir ein großes Fest, das jecke Herzen hochschlagen lässt.“ Und wer kommt? Jeckediz, Klüngelköpp, Bläck Fööss und Cat Ballou.