Proklamation in Sinzig

Das neue Dreigestirn von Sinzig rockt die Bühne

Andreas Heckl (v.l.), Andreas Trierweiler und Dirk Wetkorn bilden in dieser Session das Sinziger Dreigestirn, das nun im Helenensaal präsentiert wurde.

Andreas Heckl (v.l.), Andreas Trierweiler und Dirk Wetkorn bilden in dieser Session das Sinziger Dreigestirn, das nun im Helenensaal präsentiert wurde.

SINZIG. In Sinzig wurden die jecken Tollitäten in ihr Amt eingeführt. Prinz Andreas, Jungfrau Daniel und Bauer Dirk regieren in der fünften Jahreszeit.

Das hatte der altehrwürdige Helenensaal so auch noch nicht gesehen. Erstmals in der Jeckenhistorie werden die Sinziger Narren in der kommenden Session von einem Dreigestirn regiert. Das kommt aus dem Umfeld des Spielmannszugs Freiweg. Prinz Andreas Trierweiler wird in der kommenden Session von Jungfrau Daniel (Heckl) und Bauer Dirk (Wedhorn) unterstützt. Den neuen Tollitäten, die von Bubenchef Volker Thormann und Bürgermeister Andreas Geron inthronisiert wurden, schlug dabei Jubel entgegen.

Und noch eins war neu in Sinzig. Denn es gab keine große Spannung auf die neuen Tollitäten mehr. Bereits vor Tagen waren sie nämlich beim Stadtfest vorgestellt worden. Viel Neues also bei den Sinziger Jecken und das steht dann in einem recht lustigen Kontrast zum diesjährigen Sessionsmotto „Am jecke Ahle met vill Freud hale“.

Als „der Mann mit dem Hötche“ fungierte bereits Peter Raddatz aus Köln als viel gefeierter Eisbrecher. „De Doktor von Maye“ glänzte im Anschluss. Dann war zu später Stunde noch „De Westerwälder Wirbelwind“ stürmisch unterwegs. Die Erlebnisse mit Gatten und FKK-Urlaub schilderte in brillanter Reimform Carmen Neuls. Das Publikum so richtig von den Sitzen holte dann aber „De Hastenraths Will“. Er ist eine Kunst- und Kultfigur, geschaffen von Comedian Christian Marcharski. Der charismatische und meinungsstarke Landwirt von der niederländischen Grenze glänzt mit eigenartigen Lebensweisheiten. Beispiel: „Ehe bedeutet geben und weggenommen kriegen“. Das war den Jecken im Helenensaal eine Rakete wert.

Tränen zum Abschied

Die Showtanzgruppe der Heddesdorfer Husaren feierte eine „Unterwasser-Party“ die Funken aus Unkelbach kamen als Vampire und die Minas aus Westum brachten Stimmung der Sorte Viva Espana auf die Bühne. Die Showtänzer der närrischen Buben präsentierten sich indes als Wikinger. Die Stimmung im Saal richtig auf Touren brachte die Dicke-Backen-Musik des Remagener Stadtsoldatenkorps. Das gelang dann auch den Schäl Pänz, die als Karnevalsband ja eigentlich in jedem Saal große Triumphe feiern.

Das ein oder andere Tränchen wurde vergossen, als die Tollitäten des Vorjahres, Prinz Jörg I. (Märtins) und Sentiaca Margarete I. (Reimsbach), verabschiedet wurden. Die beiden hatten eine bemerkenswertes Session hingelegt, die den Sinzigern im Gedächtnis bleiben wird. Aber mit Dreigestirn und frischen Kräften geht es nun in den Karneval der neuen Session. Die Proklamationssitzung der närrischen Buben lieferte dafür auf jeden Fall den richtigen Schub.