Akrobatik, Anmut und Alaaf

Der Tollitätenempfang in der Ahrweiler GA-Redaktion

 Zum zwölften Mal tummelten elf Karnevalsgesellschaften in den Redaktionsräumen des GA zum Tollitäten-Stelldichein.

Zum zwölften Mal tummelten elf Karnevalsgesellschaften in den Redaktionsräumen des GA zum Tollitäten-Stelldichein.

Ahrweiler. Das Dutzend ist voll: Zum zwölften Mal tummelten sich einen Tag vor Weiberdonnerstag elf Karnevalsgesellschaften von Ahrweiler bis Kripp und von Kempenich bis Esch in den Redaktionsräumen des GA zum Tollitäten-Stelldichein.

„Loss mer fiere un studiere“: Das auf dem GA-Orden verewigte Sessionsmotto wurde schunkelnd, singend und tanzend gelebt. Frei übersetzt: „Ihrsch jetz is dat Levve widder schön.“

Mit „dicker Trumm“ und lautem Spiel marschierten die Freunde des Heimersheimer Spielmannszuges ein und verbreiteten mit dem „janze Schmölzje“ um Prinz Willy IV. sowie dem Kinderprinzenpaar Antje I. und Marius I. Frohsinn. Alle fühlten sich als große Karnevalsfamilie wohl in ihrem Element. Erst recht, als der ganze Saal in ein Geburtstagsständchen für Moni und Mira einstimmten und dann ein „Bütz“-Spalier folgte.

Es wurde sogar gekuschelt: zwischen Ahrweiler und Bad Neuenahr. Unter der Moderation von Redakteur Günther Schmitt wechselten die Orden nur so ihre Besitzer. Klar, dass auf die unzähligen neuen Träger auch immer ein „GA Alaaf, Ahrweiler Alaaf“ ausgerufen wurde. Lediglich die Große Kempenicher KG, die mit Prinz Patrick I. und Prinzessin Katharina I. aus dem verschneiten Eifelort am Stammtisch Platz nahm, überstimmte alle mit einem „GA Helau, Kemmich Helau“. Während Hardy Mies von der Bunten Kuh zum Co-Moderator avancierte und dank Altenahrs „Karnevalsfreund Kapellmeister“ Jürgen Calenborn sowohl Tusch als auch Technik klappten, wurden vom Nachwuchs Tänze dargeboten, die auf jedem Gardetreff für eine Treppchenplatzierung gereicht hätten. Seelig war das Ahrweiler Tollitätenpaar Marlene I. und Rolf I. Seeliger bei seinem Heimspiel in der Ahrweiler Redaktion.

 

33 Jahre alt sind die Neuenahrer Schinnebröder, die das Kinderprinzenpaar Tara I. und Nicholas I. mitbrachten und mit Chef Rainer Jakobs ins „He in Ahrweiler danz de Bär, mir fiere Fastelär“ einstimmten. Wo eine Ex-Ahrweinkönigin Solomariechen ist, da ist die Bachemer KG nicht weit: Theresa Ulrich tanzte mit ihrer Truppe auf Geheiß auch zu Ehren ihrer Kinderprinzessin Lara I. den Allemanntanz. Apropos Kommando: Bei den Oedinger Rheinhöhenfunken hatte der gestiefelte Kater Angelika das Sagen, denn die Abordnung um Kinderprinzessin Cinderella Sarina I. besteht in diesem Jahr aus lauter märchenhaften Figuren.

Bezaubernd war auch der Auftritt vom Jung-Tanzpaar der KG Grün-Weiß Esch um Ludwig Weil: Lara und Leon brillierten in ihrer Kunst nicht weniger als das Tollitätenpaar aus Kripp mit Prinz Moritz I. und Prinzessin Louisa. Nach dem Motto „Kinder an die Macht“ stellten sie das Ultimatum: „Wer sich nicht zu uns gesellt, wird ganz einfach auf den Kopf gestellt.“ Den Saal auf den Kopf stellten die elf Damen des Fastelovendsvereins Aleburje Breiede. Was die Truppe der Damengarde um Lisa Fuhrmann mit Solomariechen Francesca Reimer aufs Parkett legte, war Akrobatik und Anmut pur.