Möhnensitzung in Kalenborn

Grüne Waldmäuse mit Tipps zur Gesundheitsreform

Volles Haus bei der Sitzung in Kalenborn.

Volles Haus bei der Sitzung in Kalenborn.

KALENBORN. Die Grünen Waldmäuse haben sich bei ihrer Sitzung mit drängenden Themen beschäftigt. Sie brachten Krankenversorgung, Bollywood und Bargeldprobleme auf die Bühne in Kalenborn.

Fast ausschließlich mit eigenen Kräften haben die Grünen Waldmäuse aus Kalenborn einmal mehr ihre Sitzung bestritten. Bei den vielen Kostüm- und Szenenwechseln kamen sie selbst zuweilen ganz schön ins Schwitzen, sorgten mit ihren launigen Sketchen und schwungvollen Einlagen aber auch für ganz ordentlich Temperatur bei den Jecken in der vollen Kalenborner Mehrzweckhalle.

„Jetzt geht’s los, wir sind nicht mehr aufzuhalten“, versprachen die Möhnen schon bei ihrem Einmarsch. Auch Prinzessin Edith I. aus den Reihen der Grünen Waldmäuse wusste noch nicht, was kommt, als sie zum Auftakt zusammen mit ihrer Adjutantin Irene Winten und ihrem Gefolge des Festkomitees Kalenborner Karneval (FKK) empfangen wurde. Denn die Prinzessin durfte in diesem Jahr nicht bei den Vorbereitungen und Proben dabei sein, was ihr sehr schwerfiel.

Traditionell eröffneten die „Kleinen Funken“ das Programm. Mit einem denkenden Geldautomaten, der ohne plausible Begründung kein Bargeld auszugeben gedachte, plagten sich Pascale Kimich und Gertrud Dittmann im ersten Sketch des Abends herum. Eheprobleme lösten Ulrike André, Brigitte Münster und Marlies Winterhoff hingegen wenig später schnell und pragmatisch auf der Bühne.

Dem Thema Gesundheitsreform widmeten sich Gabi Nussbaum und Elfi Klotz auf närrische Art. Weil sich manch einer kein eigenes Gebiss leisten könne, entwickelten sie die Idee eines preiswerten „Euro-Generationen-Normgebisses“. Zum Bersten voll wurde die Bühne dank einer Überraschung, für die „Grüne Waldmaus“ Pascale Kimich und Ehemann Jörg ihre Freunde aus Köln eingeladen hatten: Die Abordnung des Regiments der Roten Funken aus Köln mit 120 Uniformierten schaffte es indes trotz des begrenzten Platzes, Tanzdarbietungen zu zeigen, und das Publikum hielt es nicht mehr auf den Bänken.

Ohne eine Zugabe wurden auch die „Krakehler“ vom Männerballett nicht entlassen, nachdem sie zuvor die Mehrzweckhalle in ein Schwimmbad verwandelten und Synchronschwimmen übten.

Nach dem Tanz der Roten Funken Kalenborn erklangen fremdländische Klänge: Sieben Grüne Waldmäuse – Ulrike André, Gertrud Dittmann, Nadine Hupperich, Rosi Müller, Ulrike Ober-Cassebaum, Martina Zimmer und Norma Zimmer – schwebten als Inderinnen vor dem Taj Mahal durch den Saal und verbreiteten Bollywood-Flair samt Schlangenbeschwörung. Beim Finale traten dann wieder die rheinischen Wurzeln hervor und die Mariechen tanzten.