Zoch in Bad Bodendorf

Nettigkeiten über die „Hauptstadt“ Sinzig beim Bad Bodendorfer Zoch

BAD BODENDORF. Das ganze Dorf war im Mondschein unterwegs. Mehr als 600 Aktive ziehen am Freitagabend durch die „City“ des kleinen Heilbades.

Mehr als 600 Teilnehmer und fünf Musikkapellen, das bot am Freitagabend der Mondscheinzug in Bad Bodendorf auf. Zum vierten Mal zeichnete die KG „Rievkoche“ um Jürgen Werf für das illuminierte Spektakel zum Start in das Karnevalswochenende verantwortlich.

Die Sonne hatte sich gerade mit einem grandiosen Abendrot verabschiedet, da gingen in der Bad Bodendorfer „City“ die Teelichter auf den Fensterbrettern an, leuchteten Girlanden den Jecken den Zugweg, der in gleich zwei Schleifen durchs Dorf führte. Dies unter dem Motto „750 Jahre Sinzig“. Wobei die Bodendorfer ihre eigene Art hatten, der „Hauptstadt“ zu gratulieren. Schon zu Beginn boten die „Rievkoche“ auf einem riesigen Festwagen zwei Senatorenpuppen auf, die als Stadtmauredresser den Jecken ihre blanke Kehrseite zeigten. Und auch die Junggesellen von 1820 waren sich einig: „Ihr feiert Sinzig, wir feiern uns“. Den gesperrten Quellensteg hatten die Bodendorfer Jonge auf ihrem Wagen neu gebaut und frotzelten in großen Lettern: „750 Johr Senzech am Rhing – doch os Bröckelche kreijen se net hin.“ Nettigkeiten in Richtung Rathaus und Nachbarschaft eben.

Mit einer Gondel präsentierten sich die Bodendorfer Möhnen, sparten ebenso wenig mit Alaaf-Rufen wie die „Nachbarschaft knatsch jeck“, die Schützen oder die Weingeister der Grundschule Bad Bodendorf, Cäsars Zocker und die Märchenbande. Ein Heimspiel hatten die Blue Stars und Blue Velvet. Gastspiele gaben Korporationen aus Sinzig, Westum. Remagen und Heimersheim.