Seit 50 Jahren verbreiten die Rot-Weißen Frohsinn

Zum Jubiläum darf ein Funkentanz nicht fehlen.

Zum Jubiläum darf ein Funkentanz nicht fehlen.

Ein halbes Jahrhundert schon pflegt die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Bachem die karnevalistische Tradition in dem kleinen Rotweinort. Am 1. Februar 1960 nahm alles seinen Anfang.

Bachem. (shc) Ein halbes Jahrhundert schon pflegt die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Bachem die karnevalistische Tradition in dem kleinen Rotweinort. Am 1. Februar 1960 nahm alles seinen Anfang. Heute ist der Verein nicht mehr aus der Dorfgemeinschaft wegzudenken.

Am Wochenende feierte die KG ihr rundes Jubiläum mit einem Festakt und einem großen Sommerfest. Im Saal des Bachemer Winzervereins, der in den Vereinsfarben Rot und Weiß erstrahlte, gratulierten am Freitag beim offiziellen Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten zahlreiche Ehrengäste und befreundete Karnevalsgesellschaften.

"Wir haben uns für den Festkommers eigens den Sommer als Termin ausgesucht, weil in der Session zu wenig Zeit dafür geblieben wäre", erklärte der Vorsitzende Gilbert Maur die Terminwahl. Er begrüßte als Ehrengäste vor allem die zahlreichen Mitglieder der KG, sowie die Tollitäten der Jubiläumssession. Prinz Andreas Doll gebührte dabei auch Maurs besonderer Dank: "In den letzten Monaten hat er die Jubiläumszeitung überwiegend alleine gestaltet."

Anschließend übernahmen die ehemaligen Sitzungspräsidenten der KG die Moderation des Festakts. Zuerst stand jedoch der einzige komplett karnevalistische Programmpunkt des Abends an: Das Funkencorps der KG bewies, dass es auch außerhalb der Session gekonnt das Tanzbein schwingen kann. "Die KG hat in 50 Jahren viele Menschen mit ihrem Witz angesteckt.

Und das ist gut, denn Humor trägt zum Wohlbefinden bei" meinte Engelbert Felk, ehrenamtlicher Beigeordneter der Kreisstadt. Auch Ortsvorsteher Georg Schikowski lobte das Engagement des Vereins: "50 Jahre zeigen eindrucksvoll, was entsteht, wenn Bürger eines Dorfes mit viel Gemeinwesen heimische Tradition pflegen." Vom Ortsbeirat gab es dafür eine kleine finanzielle Unterstützung.

"Ehrenamtliches Engagement kann nicht hoch genug geschätzt werden, bedeutet es immer wieder auch ein Stück Heimat", so Landrat Jürgen Pföhler, der der KG die Ehrenurkunde des Kreises und eine Geldspende für die Jugendarbeit überreichte. Der einzige, der offiziell mit Narrenkappe die Bühne betrat, war der Bezirksvorsitzende des Kreises Ahrweiler im Regionalverband Rheinische Karnevals-Korporationen (RKK), Willi Fuhrmann.

"Durch die Aufrechterhaltung des Karnevals können Bürger auch in Zukunft für einige Stunden und Tage der Hektik des Alltags entfliehen", sagte Fuhrmann, der dem Verein ebenfalls eine Urkunde und Erinnerungsplakette überreichte. Damit war aber mit den Ehrungen noch nicht Schluss. Fuhrmann zeichnete einen Bachemer Karnevalisten stellvertretend für alle aus: Wolfgang Heinen, der bereits seit 25 Jahren im Vorstand der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Bachem tätig ist, erhielt die Verdienstmedaille in Gold des RKK und zugleich auch stehende Ovationen seiner Vereinsmitglieder.

Klang der Abend bereits mit dem "DreamTeam" und lockerer Unterhaltung aus, so sorgte die Band auch am Samstagabend beim Sommerfest rund um die Alte Schule für musikalische Untermalung. Am Samstag und Sonntag nämlich feierte die KG dann auch mit allen Bachemer Bürgern ihren runden Geburtstag.