Im Epizentrum des Gardetanzes

So verlief das große Schautanztreffen in Remagen

Die Remagener Stadtsoldaten hatten als Gastgeber Heimspiel beim achten Garde- und Schautanztreffen.

Die Remagener Stadtsoldaten hatten als Gastgeber Heimspiel beim achten Garde- und Schautanztreffen.

REMAGEN. 29 Formationen aus der Region zünden beim Schautanztreffen in der Remagener Rheinhalle ein tänzerisches Feuerwerk.

In der Remagener Rheinhalle brannte am Samstag wieder die Bühne. Grund war die achte Auflage des Garde- und Schautanztreffens des Stadtsoldatenkorps Remagen, das auch in diesem Jahr mehr als 500 Tänzer aufzubieten hatte. 29 Formationen aus der Region von Köln bis Kobern-Gondorf sowie von Rheinbach bis Glees waren gekommen, um mit ihren aktuellen Sessionstänzen ein Feuerwerk des karnevalistischen Tanzes abzubrennen.

Was vor acht Jahren als Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 75. Geburtstag und des 30-jährigen Bestehens der Minimajoretten begann, hat sich längst zum größten Gardetanzereignis der Region entwickelt. „Im September schreiben wir aus, im Oktober waren bereits alle Plätze vergeben“, erklärt Cheforganisatorin Marion Schäfer nicht ohne Stolz. Selbst für Kölner Gruppen ist Remagen eine Reise wert. Mit der Karnevalsgesellschaft (KG) Große Junkersdorfer von 1973, der Milljöh-Tanzgruppe „De Pänz us dem ahle Kölle“, der Kinder- und Jugendtanzgruppe „De Höppemötzjer“ und den „Fidelen Sandhasen“ Oberlar, die seit vier Jahren als offizielles Tanzcorps der „Großen von 1823“ auftritt, waren gleich vier Gruppen aus der Domstadt zu Gast. Die Moderation hatte der Ehrenkommandant des Stadtsoldatenkorps, Martin Tillmann, übernommen.

Traditionell blieb es den Gastgebern vorbehalten, den Tag zu eröffnen. Angeführt vom Musikkorps präsentierten die Stadtsoldaten von der Kinder- und Jugendtanzgarde über die Juniorengarde bis hin zu den ältesten Tänzerinnen der Mariechengarde die ganze Bandbreite ihres Nachwuchses. Mit dem dreijährigen Simon Patella stellten sie auch den jüngsten Teilnehmer des Tages. Und mit Anna Schäfer und Sarah Krumscheid begeisterten einmal mehr die Solomariechen des Remagener Korps mit ihren neuen Sessionstänzen die Jecken im Saal.

Tollitäten im Publikum

Unter den Augen des Remagener Prinzenpaares Alexander I. und Sandra I. (Krahe) setzten auch ehemalige und amtierende deutsche Meister die tänzerischen Höhepunkte. Neben dem KC Rot-Blau Niederbreitbach waren die mehrfachen Titelträger der Altenrather Sandhasen und der Fidelen Sandhasen Oberlar angereist, um die Besucher mit Gardetanz in Vollendung zu verwöhnen. Neben den Spitzenkönnern wurden die Wenter Flöhe aus Windhagen ebenso bejubelt wie die „Rheinlandsterne“ aus Lohmar, die KG Rot-Weiß Meindorf, die Godesberger Bergfunken oder die Große Königswinterer und die KG „Wohlgemut“ Kruft. Ihre Premiere in der Rheinhalle feierten in diesem Jahr das 1. Kürassierregiment Vettelschoß, die KG Jeläse Jecke, die Rot-Weißen Funken Asbach und der KC Weeste-Nöh Oberhonnefeld.

Auch aus dem Kreis Ahrweiler war alles dabei, was Rang und Namen hat: die Magic Dancers, die Rot-Weißen Funken Unkelbach, der SV Kripp, die Blau-Weißen aus Bad Bodendorf, die KG Rot-Weiß Westum, die Närrischen Buben aus Sinzig und die Oedinger Rheinhöhenfunken. Besonderheit: Der Remagener Kinderprinz Alexander II. (Reissdorf) bestand darauf, im Ornat seinen Platz inmitten der Gardepänz der Prinzengarde einzunehmen. „Ich möchte mich bei allen Helfern und Eltern bedanken, die dazu beigetragen haben, dass unser Treffen zu einem weit über die Grenzen Remagens hinaus bekannten Tanzspektakel geworden ist“, betonte Schäfer.