Proklamation

Tanzmariechen aus Oedingen wird Märchenprinzessin

In die neue Session führt Kinderprinzessin Sarina I. Bungard die Oedinger Rheinhöhenfunken.

In die neue Session führt Kinderprinzessin Sarina I. Bungard die Oedinger Rheinhöhenfunken.

OEDINGEN. Nach Jahren der Vakanz proklamierten die Oedinger Rheinhöhenfunken wieder eine Tollität. Die 13-jährige Kinderprinzessin Sarina I. Bungard erkor das Märchenthema "Es war einmal" zum Sessionsmotto.

Die, die erst mal ein Tränchen verdrückte, war nicht die zu verabschiedende Majestät, denn auf dem Thron der Oedinger Rheinhöhenfunken herrschte in den vergangenen Jahren Vakanz. Das Taschentuch zückte vielmehr gleich nach ihrer Proklamation die neue Kinderprinzessin, die die Oedinger Jecken durch die närrische Session im 22. Bestehensjahr des Vereins führen wird: So gerührt war Sarina I. Bungard bei der Sitzung zum Sessionsauftakt, dass ihr lang gehegter Traum wahr geworden ist.

Kein Wunder, dass die 13-Jährige auch ein Märchenthema zu ihrem Motto erkor: „Es war einmal“. Nachdem sie sichtbar aufgeregt, aber dennoch mit strahlendem Lächeln bei ihrem Einzug im rappelvollen Dorfgemeinschaftshaus ordentlich weiße Rosen unters Volk gebracht hatte und vom Ersten Stadtbeigeordneten Rolf Plewa in Vertretung von Remagens Bürgermeister Herbert Georgi mit dem Zepter ausgestattet worden war, versprach sie: „Ich möchte eine Märchenprinzessin sein, denn für mich wird ein Märchen wahr“.

Größter Wunsch

Entsprechend stellte sie auch ihren Hofstaat vor: Angelika Schmidt, die als bis dato letzte Oedinger Prinzessin in der Session 2014/2015 regierte, trat als „gestiefelter Kater“ an und wird Hofmarschallin sein. Im Schneewittchen-Outfit präsentierte sich Sarinas Schwester Nadine, die jetzt Hofdame ist. Als Säckelmeisterin fungiert „Goldmarie“ Susanne Thönnes und als Protokollarin Sarinas Mutter Gabi. Die erklärte, dass ihre Tochter schon ewig Kinderprinzessin werden wollte, aber erst mal in der weiterführenden Schule Fuß fassen sollte, bevor sie das Amt übernahm.

„Endlich habe ich es geschafft. Mein größter Wunsch wurde mir von meinen Eltern erfüllt“, konstatierte Sarina auf der Bühne. Mit einem beherzten „Alaaf“ begrüßte die neue Kinderprinzessin ihre Untertanen und stattete unter anderem auch ihren Vater Christoph und ihren Bruder sowie ihre Großeltern mit den ersten Prinzessinnenorden aus. Sarina I. geht in die siebte Klasse in Bad Godesberg. Bereits seit ihrem dritten Lebensjahr tanzt sie bei den Rheinhöhenfunken: erst bei den Höppemötzje, dann bei der Funkengarde. Sie reitet und schwimmt gerne und ist nicht nur im Karnevalsverein, sondern auch bei der Feuerwehr aktiv.

Geschunkelt und gesungen

Erster Gratulant war Willi Fuhrmann vom Regionalverband Rheinische Karnevals-Korporationen (RKK). Und die Funkengarde tanzte nicht nur für „ihre“ Sarina, die Funken schenkten ihr auch einen Teddy im Funkendress als Maskottchen. Da hatten die rund 140 Mitglieder der von Präsidentin Meggi Schreiber angeführten Rheinhöhenfunken in ihrer jecken 22. Session gut lachen. Gefeiert wurde nach dem Einmarsch von Vorstand, Elferrat, Senat und Garden bei einem bunten Programm, das Leo Baukhage präsentierte.

Die Minis und das Tanzpaar mit den beiden siebenjährigen Summer Sodige und Julian Meyer brachen das Eis. Mit den beiden jungen Frauen der „Domhätzjer“ wurde geschunkelt und zur Musik der „Boore“ gesungen. In die Bütt stieg das Rednerduo „Harry und Achim“. Auch die Rheinhöhengarde, das Panikorchester Remagen und das Kripper Männerballett ließen die Stimmung hochkochen. Und mit der Musikgruppe Schäng war für viele noch lange nicht Schluss.