Weiberfastnacht in Bad Neuenahr

Wenn der Rathaussturm zur Sitzung wird

Sie sind das blühende Leben, die Gärtner der Kreisstadt um Bürgermeister Guido Orthen, die sich mit den Möhnen wie jeck auf die Landesgartenschau 2022 freuen.

Sie sind das blühende Leben, die Gärtner der Kreisstadt um Bürgermeister Guido Orthen, die sich mit den Möhnen wie jeck auf die Landesgartenschau 2022 freuen.

BAD NEUENAHR. Zu einer Sitzung mit tollen, jecken Beiträgen, wurde der Sturm auf das Bad Neuenahrer Rathaus. GA-Redakteurin Marion Monreal war für kamelle.de mittendrin.

Wie ein roter Faden, besser gesagt wie rote Rosen, zog sich die Landesgartenschau 2022 in der Kreisstadt durch die Beiträge der jecken Wiever von Landskrone bis Bunte Kuh im Bad Neuenahrer-Rathaus. Da wurde aus dem Rathaussturm in altbewährter Form eine Sitzung mit tollen Beiträgen. Wen wundert's, dass Bürgermeister Guido Orthen, die Beigeordneten und Abteilungsleiter, aber auch die Ortsvorsteher als Gärtner mit Schürze und Strohhut beim Rathaussturm eher aufblühten, als die Köpfe hängenzulassen.

Jede Möhnegesellschaft hatte passende Geschenke dabei. Die jecken Kirchdauner Weiber mussten zwar auf ihren erkrankten Ortsvorsteher Toni Gieraths verzichten, verrieten aber allen ihr Geheimrezept, mit dem man alles zum Blühen bringt: „Dung us Dung“. Und der Stadtchef, der sich außer beim Dreh des „Happy-Videos“ noch nie so gefreut hat wie beim Zuschlag für die Landesgartenschau, bekam noch einen Glückspilz.

Mit Johannes, dem Kölsche Jung, stimmte die Verwaltungsspitze auf „Rut sin de Ruse“ an: „Mir, mir, mir, mir planze Blöömche, Blöömche nur für die Gartenschau. Un manche Wesch, der wird jeflick, un all Fassade schön je-schmöck. He bei os en de Stadt. Jo, jo, jo, jo, net nä, nä, nä!“ Der Appell „Wir nehmen alle Menschen mit, gemeinsam wird es schick“ kam so gut an, dass die Jecken eine Zugabe forderten. Die kam in Form des Gassenhauers „Leev Marie, ich bin kein Mann für eine Nacht.“ „Aber einer für einen halben Morgen“, konterten die Gimmiger-Backeslämpchen. Das Kaffeebäumchen, das auch in Amtsstuben gedeiht, war Orthen ebenso sicher wie das Versprechen, bei der LaGa in fünf Jahren als Ehrengarde zur Verfügung zu stehen.

Sich selbst auf die Schippe nahm die Ahrweiler Abordnung mit Ulla Stark: „Wir sind die Bombenmöhnen“ verkündeten sie aufgrund des Bombenfundes in der Altstadt am Mittwoch. Ihr Geschenk: ein Treibhaus. „Gießen, das ist doch klar, mit Heilwasser aus Neuenahr.“