Remagener Narrenzunft

Zwölfjährige übernimmt Zepter in Remagen

Kinderprinzessin Sophie I. Cirkel hat die Macht über die Remagener Narrenschar übernommen.

Kinderprinzessin Sophie I. Cirkel hat die Macht über die Remagener Narrenschar übernommen.

Remagen. Das närrische Zepter, der „Nifnaf“, geht an Sophie I. Cirkel. Proklamiert wurde Sophie I. in einem ganz in Rot und Weiß geschmückten Foyer der Remagener Rheinhalle von Ortsvorsteher Walter Köbbing.

Auch in diesem Jahr sind die Remagener Jecken nicht ohne närrischen Regenten. Wie im Vorjahr hat die Karnevalsgesellschaft (KG) Narrenzunft eine Kinderprinzessin proklamiert. Die Realschülerin vom Ahrweiler Calvarienberg wohnt zwar in Bad Bodendorf, tanzt aber seit fünf Jahren bei den Remagener Stadtsoldaten, weil auch eine ihrer Freundinnen dort tanzen. Die Zwölfjährige hat eine ältere und eine jüngere Schwester und einen älteren Bruder. Ihre ersten Stunden als Majestät feierte sie auch mit Mutter Nadine und Vater Dirk und gab als Motto aus: „Alaaf you“.

Proklamiert wurde Sophie I. in einem ganz in Rot und Weiß geschmückten Foyer der Remagener Rheinhalle von Ortsvorsteher Walter Köbbing. Zu den ersten Gratulanten gehörten die Möhnen mit Obermöhn Christina Möcking und Remagens Weinkönigin Dinah Seiny. Auch die Rheinhöhenfunken aus Oedingen mit ihrer Kinderprinzessin Sarina Bungard und Hofstaat machten der neuen Tollität im Programmverlauf ihre Aufwartung.

Zum Auftakt der Sitzung hatte der KG-Vorsitzende Martin Dinkelbach die Session offiziell eröffnet. Nach dem Einmarsch der Formationen zeigte unter anderem die Prinzengarde mit den Gardepänz ihr Können. Ein „Bauer“ und 15 Frauen brachten die „Magic Dancers“ auf die Bühne und drückten musikalisch-tänzerisch „Ein Hoch auf die Liebe“ aus.

In die Bütt stieg Oberschwester Helga alias Helga Schmitz aus Nettetal, die gleich zu Beginn ihrer Rede beruhigte: „Keine Angst, ich habe die große Spritze zu Hause gelassen.“ Kleine Stiche gingen aber doch in Richtung, Männer, Frauen, Technik und Menschen mit Tattoos, Piercings oder Figurproblemen. Auch die Tücken der Gesundheitsreform waren ihr Thema. Sie empfahl Sonderangebote wie „Schnupperwochen beim Urologen“ oder „Zäpfchen zum Einführungspreis“.

Als neues Tanzduo präsentierte Sitzungspräsident Guido Selbach die Schwestern Annalena und Antonia Dinkelbach. Klar, dass auch das Stadtsoldatencorps und das Panikorchester nicht fehlten, und zu später Stunde sorgte auch noch das Tanzcorps der Hafengarde Oberwinter für jecke Stimmung.