Muffendorfer Bergfunken

„Fiere bis noh Sendeschluss“

Riesenstimmung in der Kleinen Beethovenhalle: Das ist man bei Sitzungen der Bergfunken gewohnt.

Riesenstimmung in der Kleinen Beethovenhalle: Das ist man bei Sitzungen der Bergfunken gewohnt.

Muffendorf. Auch in diesem Jahr feiert die Große Karnevalsgesellschaft Bergfunken ihre laut Eigenwerbung „etwas andere Prunksitzung“, besser bekannt auch als „Milljöhsitzung“. In der frisch renovierten Kleinen Beethovenhalle erwartet die jecken Besucher am Samstag, 11. Februar, mit Jot Drop, Bruce Kapusta, Lupo und vielen anderen ein unterhaltsames Programm.

„De Esele fiere ohne Verdruss, och noch bis noh Sendeschluss“ lautet das Motto der Bergfunken in dieser Session, angelehnt an das Motto des Godesberger Festausschusses. „Das wollen wir auch kräftig umsetzen und noch lange nach Ende unserer Sitzung feiern“, verspricht der Vorsitzende Christoph Orts.

Das Motto ist auch auf dem Sessionsorden der Gesellschaft zu lesen, wo im Hintergrund ein Gebäude zu erkennen ist: Die Alte Schule in Muffendorf, seit 40 Jahren das Vereinshaus der Bergfunken. „Ein willkommener Anlass, unser schönes Vereinshaus auf dem Orden zu verewigen“, so Orts. Nachdem im Vorjahr das 70-jährige Bestehen der Gesellschaft gefeiert wurde, steht dieses Jahr das 40. Jubiläum der Alten Schule als Vereinshaus im Mittelpunkt. Dank tatkräftiger Hilfe zahlreicher Mitglieder und Freunde wurden die Räume 1976 umgestaltet, so dass man 1977 einziehen konnte.

In der ersten Etage entstand ein Clubraum, in dem man sich noch heute jeden Montag in gemütlicher Runde zum „Äselsklaaf“ trifft. 1995 wurde der Raum renoviert und eine Bar mit Thekenbereich samt kleinem Küchenraum eingebaut.

Die alte Schulglocke, die früher den Unterrichtsbeginn einläutete, hängt heute noch über der Theke. Eine Etage tiefer im Erdgeschoss trainieren heute wie damals die Tänzer. Und das in allen Altersklassen: Bergfünkchen, Kinderfunken, Teenager-Funken, Funkencorps, Eselsfünkchen und das Männerballett „Die Elfen“.

An Weiberfastnacht, ebenfalls im historischen Festsaal der Kleinen Beethovenhalle, führt die ehemalige Festausschusspräsidentin Uta Nagel durch die Sitzung. Unter anderem mit Fiasko, den Steinenbrücker Schiffermädchen, Ne Schwadlappe und den Eselsfünkchen. Die Damen bringen bei dieser Gelegenheit ihr Gedeck selbst mit. „Das hat seit 50 Jahren Tradition, dass es vor der Sitzung noch Kaffee und Kuchen gibt“, bemerkt Christoph Orts.