Leuchtturmprojekt Godesburger

Bonner Prinzenpaar besucht Burgerladen in Godesberg

Freuen sich auf die Karnevalsburger: (v.l.) Thomas I., Wolfgang Pütz, Anne-Christin I. und Bruno Straub.

Freuen sich auf die Karnevalsburger: (v.l.) Thomas I., Wolfgang Pütz, Anne-Christin I. und Bruno Straub.

Bad Godesberg. Das Bonner Prinzenpaar hat das Leuchtturmprojekt Godesburger besucht. Thomas I. und Bonna Anne-Christin I. erfuhren dort, wie es funktionierte, wenn Mitarbeiter mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten. Und satt wurden sie mit bunten Karnevalsburgern auch.

Was passt wohl am besten, wenn Bonner Prinzenbesuch zum Mittagessen kommt? Klar doch, jecke Burger in verschiedenfarbigen Brötchen mit viel buntem Gemüse. Thomas I. und Bonna Anne-Christin I. freuten sich beim Besuch des Godesburger über die einfallsreiche Kost des Schweizer Kochs Bruno Straub, der immer einen Knopf in den Farben der Landesflagge oben an seiner Jacke trägt.

Die beiden interessierten sich aber auch für die Arbeit im von der Aktion Mensch geförderten Inklusionsrestaurant. Sieben der zwölf Stellen füllen Kollegen mit Behinderung aus: Gehörlose, Autisten oder Mitarbeiter mit einer Körperbehinderung. Sie arbeiten wie alle anderen in den Schichten mit.

Godesburger-Geschäftsführer Wolfgang Pütz stellte den Tollitäten und ihrer hungriger Equipe das Leuchtturmprojekt vor, das 2016 den Inklusionspreis NRW gewonnen hat. Es ist eins der Handlungsfelder des Bonner Vereins für gemeindenahe Psychiatrie, zu dem unter anderem auch die Gemeinnützigen Werkstätten und das Pauke-Bistro gehören.

„Ich bin stolz darauf, für das Bonner Prinzenpaar Gastgeber zu sein“, meinte Pütz, der Anfang Januar im Elferrat bei der Proklamation von Thomas I. und Anne-Christin I. saß. „Ich bin ja auch inkludiert“, sagte der Prinz über sich als Baden-Württemberger mit einem Augenzwinkern. Die Bonna studierte unterdessen die Speisenkarte, fand die Prinzenrolle und meinte: „Dazu passt dann ja »Helau«…“.

Schließlich kam noch ein Gast der Kontakt- und Beratungsstelle M2 im Nebenraum vorbei, fragte den Prinzen, welchen Aufkleber er gerne hätte, und zeigte auf eine Auswahl. „Bütz mich“, wählte Thomas I. Er bekam den Sticker aufs Ornat und ein echtes Bützje.