Proklamation von Benedikt I. und Godesia Laura I.

Godesberger Kinderprinzenpaar im Glück

Beste Sicht auf die Jeckenschar: Benedikt I. und Laura I. mit ihren Paginnen Annika (2.v.l.) und Kimi.

Beste Sicht auf die Jeckenschar: Benedikt I. und Laura I. mit ihren Paginnen Annika (2.v.l.) und Kimi.

Bad Godesberg. Konfettiregen und jede Menge Jubel: Nicht kleckern, sondern klotzen hieß es bei der Proklamation des Bad Godesberger Kinderprinzenpaares.

Das erste richtige Bad in der Menge genossen Benedikt Orts und Laura Michel sichtlich: Unter großem Jubel und in einem Regen aus Konfetti und Papierschnipseln marschierten sie und ihre Equipe in die Kleine Beethovenhalle in Muffendorf ein, warfen Strüssje und Kamelle – ein großer Auftritt, der in ihrer Proklamation zum Godesberger Kinderprinzenpaar gipfelte.

Armin Weins, Präsident des Festausschusses Bonner Karneval, begrüßte dazu Bezirksbürgermeisterin Simone Stein-Lücke auf der Bühne, deren Abwesenheit beim Sessionsauftakt auf dem Theaterplatz am 11. November er spitz kommentiert hatte.

Sie überreichte den beiden jungen Tollitäten ihre Insignien, begleitet von gereimten Versen. Benedikt I., elf Jahre alt, wurde in Troisdorf geboren, wuchs aber in Adendorf auf. Schon bevor sein Bruder Janus Bad Godesberger Kinderprinz war, wollte der Trompetenspieler, Fußballbegeisterte und Fan des 1. FC Köln dieses große Amt auch einmal bekleiden – das ist jetzt in Erfüllung gegangen.

„Unsere Regentschaft wird ganz famos“, rief er nach der Proklamation selbstbewusst aus. Und er hatte einen Auftrag an die Großen – womit er nicht nur das „große“ Godesberger Prinzenpaar meinte, das auch im Saal war: „In unserer Welt soll es friedlich zugehen, wir wollen nur lachende Gesichter sehen.“

Seine Godesia Laura I. kennt er gut: Die beiden treten bei der KG Bergfunken als Tanzpaar auf. Die elfjährige Schülerin des Clara-Fey-Gymnasiums wohnt auch in Wachtberg, das Pecher Mädchen liebt Tanz, Musik, Tennis und Shoppen.

Auf einiges, merkte Benedikt an, müsse sie jetzt als Godesia manchmal verzichten. Die vermisste vor allem das Tanzen. Aber das Godesia-Ornat „eignet sich nicht für den Spagat“. Sie gestand bei ihrer Proklamationsrede: „Die Nervosität liegt mir im Magen, aber ich habe ja noch so viel zu sagen.“ Dafür hat sie jetzt die ganze Session Zeit.

Die beiden verteilten auch gleich ihre ersten Orden, unter anderem an die Bezirksbürgermeisterin und Karl-Heinz Michels vom Regionalverband Rhein-Sieg-Eifel der Karnevalsvereine, und wohnten dem Gemeinschaftstanz mit Kadetten der diversen Godesberger Tanzcorps' bei, ein Unikum in Bonn. Schließlich durften sie auf ihren Thronstühlen auf der Bühne Platz nehmen und das restliche Programm der Proklamationsveranstaltung von dort verfolgen.

Die Karnevalsgesellschaften boten Spiele an, etwa Luftballons rasieren: Dafür wurden Kinder in Maleroveralls gehüllt und sollten mit Rasierschaum besprühte Luftballons festhalten, die ihre Mütter rasierten. Weiterhin spielte die Band „Die Schlappkappe“, dann kamen das Lannesdorfer Kinderdreigestirn und zuletzt das große Godesberger Prinzenpaar, um Benedikt und Laura zu gratulieren.