Blau-Gold-Muffendorf

Mehr Platz für Gäste, aber weniger Einnahmen

2016 genossen Martina und Joachim Ackermann als Prinzenpaar das Heimspiel bei ihrer KG Blau-Gold.

2016 genossen Martina und Joachim Ackermann als Prinzenpaar das Heimspiel bei ihrer KG Blau-Gold.

MUFFENDORF. Es ist eine kleine Premiere, die die Muffendorfer Karnevalisten in dieser Session feiern. Zwar findet die Prunksitzung der Blau-Goldenen wie immer in der Kleinen Beethovenhalle statt. Die wurde aber aufwendig saniert – und somit bietet die Muffendorfer Karnevalsgesellschaft ihr hochwertiges Programm zum ersten Mal in der „neuen“ Halle.

Das bringt einige Neuerungen mit sich, berichtet Joachim Ackermann, Ex-Prinz und Präsident der KG. Denn da Gastronomie und Räume nun erneuert und verpachtet sind, waren andere Auflagen zu erfüllen, damit der Saal abgenommen wird, so Ackermann. Das betreffe zum Beispiel Fluchtwege, Brandschutz und Ähnliches. „Wir brauchten einen neuen Bestuhlungsplan, der 60 Plätze weniger beinhaltet“, so der Ex-Prinz.

Für die Gäste bedeute dies zwar mehr Platz. Für die KG aber hat es finanzielle Auswirkungen. 60 Plätze – das sind 60 Karten à 32 Euro, die weniger verkauft werden können. Fehlen also gut 1800 Euro in der Kasse. „Das tut schon weh“, sagt Ackermann. Außerdem fällt die Selbstbewirtung bei Karnevals- und Schlagerparty flach. „Dadurch gehen natürlich Einnahmen verloren“, sagt Ackermann. Bei der Prunksitzung werde dennoch ein Programm auf hohem Niveau geboten. In diesem seien zum Beispiel Guido Cantz, die Räuber, Marc Metzger, die Klüngelköpp und die blau-goldenen Tanzküken, die KG-eigene Kindertanzgruppe, dabei.

Noch habe es keinen Einfluss auf die Sitzung, dass 60 Karten fehlen. „Aber es wird schwierig. Um das Niveau zu halten, müssen wir neue Wege gehen.“ Überlegungen gebe es bereits, spruchreif sei aber noch nichts. Eine Idee zum Beispiel sei, eine Pause zu machen. „Dann sparen wir einen Künstler“, so Ackermann. Günstigere Kräfte zu verpflichten, komme nicht infrage. „Wir haben einen Anspruch, und den wollen wir halten. Wie, wird sich zeigen. Die Prunksitzung in einer anderen Halle stattfinden zu lassen, ist auf jeden Fall keine Option.“

Unser Dank gilt der Familie Völzgen, dass sie die Kleine Beethovenhalle, dieses Schmuckstück, für Muffendorf erhalten hat.“ Dort herrsche eine besondere Atmosphäre, „die von unseren Besuchern sehr geschätzt wird“. Sie sei ein Grund dafür, dass die Prunksitzung bisher immer ausverkauft war - und es auch in diesem Jahr schon ist. „Allerdings war es für unser Vorstandsmitglied Annette Ackermann schwer, einigen Stammgästen zu vermitteln, warum das Kartenkontingent auf einmal begrenzt ist und Bestellungen in größeren Mengen nicht mehr möglich waren“, erzählt der KG-Präsident, der sich sehr auf die Prunksitzung freut.

Diesmal ist er als Sitzungspräsident wieder von Anfang an dabei. Das war in der letzten Session, als er mit seiner Frau Martina als Prinzenpaar in Bad Godesberg unterwegs war, nicht der Fall. Zwar hätten ihn die Vorstandsmitglieder Birgit Ehrecke und Michael Müller hervorragend vertreten. „Komisch war es aber doch.“