Rosenmontagszug in Lannesdorf

Porree, Möhren und jede Menge Kamelle

Lannesdorf: Die Närrinnen haben sich viel Mühe mit ihren Kostümen gegeben.

Lannesdorf: Die Närrinnen haben sich viel Mühe mit ihren Kostümen gegeben.

LANNESDORF. Die Gemüsesuppensaison kann starten: Beim Zoch in Lannesdorf wird traditionell neben Weingummi und Schokolade auch viel Gemüse geworfen.

Gemüsesuppe ist vermutlich das Gericht, das am Montag (und auch in den Tagen danach) in vielen Lannesdorfer Haushalten auf den Tisch kommt. Denn traditionell prasselten beim Rosenmontagszug nicht nur jede Menge Kamelle auf die großen und kleinen Jecken nieder, es gab auch Porree, Zwiebeln und Möhren in rauen Mengen.

Äpfel und Orangen wurden ebenfalls wurftechnisch unter das närrische Volk gebracht, aber Weingummi, Schokolade, Kaubonbons und Co. durften natürlich nicht fehlen. So war es kein Wunder, dass die Piraten, Bayern, Clowns und Meerjungfrauen, die zahlreich die Lannesdorfer Straßen säumten, um die Wette strahlten und sich den Zug mehrheitlich doppelt anschauten – zuerst im Dorf, dann in der Nähe der König-Fahad-Akademie.

Was die Gesellschaften und Vereine auf die Beine gestellt hatten, war sehenswert – allen vorweg die „Hausherren“, die Fidelen Möhne. Sowohl die Gesellschaften wie Blau-Gold Muffendorf oder die Bergfunken als auch die privat organisierten Gruppen wie die als Paradiesvögel verkleideten Schwaadlappe, die Fliegen der Lannesdorfer Pänz oder die als Minions auftretenden Nixnutze hatten sich viel Mühe gegeben – um nur einige der Teilnehmer zu nennen. Außerdem gab es eine Premiere: Zum ersten Mal dabei war die Kita Wolkenburg, die mit 92 kleinen und großen Wolken durch die Straßen tanzte. Auch an Majestäten mangelte es auf dem Zug nicht. Das Kinderdreigestirn, Prinz Johannes I., Jungfrau Romy und Bauer Julius, sowie das große Pendant Prinz Hans, Jungfrau Christoph und Bauer Wolfgang verzückten ihre Untertanen. „Es war sogar noch besser als vergangenes Jahr“, war Oliver Brenner sicher. Lediglich etwas mehr Musik wäre wünschenswert, so der Zugleiter. Gruppen, die das beim nächsten Zug ändern möchten, können sich schon jetzt unter 01 72/2 50 25 80 oder per E-Mail an oliverbrenner@arcor.de beim Zugleiter melden.