Karten sind noch erhältlich

Prunksitzung der Fidelen Burggrafen von Bad Godesberg steht bevor

Prunksitzung Fidele Burggrafen: Garde der Burggrafen mit Tanzpaar Jenny Mirgel und Dirk Müller

Prunksitzung Fidele Burggrafen: Garde der Burggrafen mit Tanzpaar Jenny Mirgel und Dirk Müller

Bad Godesberg. Präsident Volker Michels bereitet sich auf die Prunksitzung seiner Burggrafen am kommenden Samstag vor. Es gibt noch Karten für die größte Veranstaltung des Vereins.

Wenn schon Prunksitzung, dann richtig: Die Fidelen Burggrafen legen großen Wert aufs kleinste Detail. Für die größte Veranstaltung des Vereins, der im vergangenen Jahr 80. Geburtstag feierte, werden sogar die Fahnen vor Ort noch einmal gebügelt. Die kann dann jeder am Samstag, 13. Januar, bestaunen.

Nicht fehlen dürfen das Bühnenbild mit den bunt erleuchteten Häusern, der Tisch für den Elferrat und die Tischdekorationen. Die Requisiten sind schon alle in einem Container verpackt und werden bald zur Halle gefahren. Was dann vielleicht noch die ein oder andere Macke hat, wird gestrichen. „Es ist eine Menge zu tun“, sagt KG-Sprecherin Anja Profitlich. Sie freut sich, dass von den 300 Mitgliedern abends immer rund 40 beim Aufbau mit anpacken.

Der Job von Literat Karl Weinreiß hat wohl den größten Vorlauf. Denn wenn bei der Sitzung der erste Redner in die Bütt geht, denkt er schon ans Programm des nächsten und übernächsten Jahres: Nur wer früh bucht, bekommt auch die besten Kräfte.

Tänze zu bekannten Karnevalsliedern

Wie üblich sind aber die Burggrafen selbst die ersten Stars und zeigen bei der Sitzung ihr neues Tanzprogramm zu bekannten Karnevalsliedern – Mitsingen und Schunkeln erwünscht. Tanzoffizier Dirk Müller wirbelt mit seinem neuen Mariechen Jessica Lazarus übers Parkett.

Profitlich bedeutet es sehr viel, Burggräfin zu sein. „Es ist sehr, sehr familiär. Jeder wird herzlich aufgenommen. Es gibt ein gutes Miteinander“, sagt die Sprecherin, die ansonsten die Marschtrommel im Regimentsspielmannszug spielt.

Gleich doppelt Präsident ist Volker Michels: Er leitet nämlich nicht nur die KG, sondern führt als Sitzungspräsident auch durchs Programm – und freut sich schon auf die Cöllner. Noch ist er entspannt. „Das Lampenfieber fängt immer am Tag selbst an. Wenn quasi alles aufgebaut ist und die Tische schön geschmückt sind“, sagt er. Nur die Eröffnungsrede hat er sich aufgeschrieben, bei den Akteuren nur Stichpunkte, um etwa bei den Namen keine Fehler zu machen. „Das freie Reden ist wichtig.“

Straffes Programm

Für die Burggrafen ist es das Wichtigste, den Wetterbericht im Auge zu behalten. „Bei Glatteis und Schnee kommen die Künstler nicht mehr“, weiß der Präsident. Überhaupt ist alles recht durchgetaktet, denn die Akteure warten heutzutage nur noch zehn Minuten auf ihren Auftritt. „Auf meinem Pult liegt eine ganz große Uhr, die ich immer im Auge habe“, so Michels. Das Schlimmste sei es, wenn das „berühmte Loch“ entsteht, die Zeit bis zum nächsten Auftritt mit Musik überbrückt werden muss. Im vorigen Jahr hatte etwa niemand darüber nachgedacht, dass der Godesberger Straßentunnel gesperrt war. Die oberirdischen Straßen waren alle verstopft, was den Zeitplan durcheinanderbrachte.

Doch all das soll diesmal nicht passieren, da ist die KG gewappnet. Dann wird, wenn es besonders schön ist, auch immer wieder der Schlachtruf „Herrlich, herrlich, herrlich und en janz, janz hetzlich Dankeschön“ zu hören sein.