Allgemeine Karnevalsgesellschaft Prinzengarde

Rokoko-Damen beim Maskenball auf der Godesburg

AKP-Präsident Benedikt Hauser (l.) und AKP-Vorsitzender Louis Salz samt Rokoko-Damen beim Maskenball 2017.

AKP-Präsident Benedikt Hauser (l.) und AKP-Vorsitzender Louis Salz samt Rokoko-Damen beim Maskenball 2017.

Bad Godesberg. Es ist kein echtes Jubiläum und auch kein närrisches, aber eine Null: Zum 70. Geburtstag beweist die Godesberger Prinzengarde, dass Tradition nicht bedeutet, nichts Neues mehr zu wagen.

„Wir versuchen mit neuen Konzepten Tradition und Moderne zu verbinden“, sagt der Vorsitzende Louis Salz. Der Ball ist deshalb auch keine steife Veranstaltung. Rokoko-Damen mit Masken sind ebenso willkommen wie Clowns und Piraten. Die Godesburg bietet am 2. Februar den stimmungsvollen Rahmen dafür, das liebevoll gestaltete Kostüm ruhig noch einmal öfter zu tragen. „Die schöne Atmosphäre über den Dächern von Bad Godesberg passt zur Prinzengarde“, findet Louis Salz. Es gibt sogar einen Shuttleservice hoch zur Burg.

1947 wurde die Allgemeine Karnevalsgesellschaft Prinzengarde (AKP) von einigen Godesberger Herren als reine Frackgesellschaft gegründet. Erste Veranstaltungen gab es im Schaumburger Hof und in den Kurlichtspielen. In den 70er Jahren kamen die ersten neuen Waffengattungen hinzu. „Alles klappt prima“ wurde zum Motto, und so geht die weiß-rot uniformierte Gesellschaft mit drei großen Festwagen am Karnevalssonntag im Godesberger Zug mit. Pferde sind in diesem Jahr nicht dabei, dafür aber die frisch restaurierte Böllerkanone. „Dä decke Alo“, ein Geschenk von Alo Hauser an die Artillerie der Prinzengarde, wird ohnehin von einem Traktor gezogen.

An diesem Samstag ist erst einmal der jecke Nachwuchs dran, der zum bunten Kostümfest ins Schützenhaus an der Friesdorfer Straße eingeladen ist. Für die Kinder gibt es Spiele und eine Tombola, die Großen dürfen mitfeiern.

Am Sonntag heißt es ab 10 Uhr dann: „An die Gewehre!“ Die Prinzenpaare aus der Region finden hier eine willkommene Abwechslung zu den Auftritten auf der Bühne: zielen statt reden. Zum Tollitäten-Wettkampfschießen, einer Veranstaltung von Prinzengarde und Sankt Hubertus Schützenbruderschaft, reisen 50 Paare und Dreigestirne an. So wird die größte Jungfrau NRWs mit ihrem Dreigestirn aus Spich erwartet, außerdem die Universa der UN-Funken und die freien Hunnen aus Bonn. Bis 18 Uhr können die Zuschauer miterleben, wie sich die Spitzen des rheinischen Karnevals die Klinke in die Hand geben. Bei der Tombola gibt es außerdem Preise von Telekom Baskets, Sealife, Legoland und Kunst!Rasen Bonn zu gewinnen.