Godesberger Karneval

Zwei Majestäten in einem Boot

Strahlende Gesichter nach der Ordensverleihung: Prinz Ayhan I., Godesia Uta (rechts) und Astrid Müller, aus deren Feder das Sessionsmotto stammt.

BAD GODESBERG. Es war ihr erster Ordensempfang, am 29. November wird sie das erste Mal bei einer Proklamation dabei sein, sie gehört keinem Karnevalsverein an - und doch stammt das Bad Godesberger Sessionsmotto aus ihrer Feder. So war es kaum verwunderlich, dass Prinz Ayhan I. und Godesia Uta es sich am Dienstagabend im Parkrestaurant Rheinaue nicht nehmen ließen, Astrid Müller die jecke Auszeichnung zu verleihen.

Doch das war noch nicht alles: "Godesberg - so bunt wie ein Regenbogen" fand sich natürlich auch auf dem bunten Orden wieder, den das (noch-nicht-aber-bald-proklamierte) Prinzenpaar den zahlreichen Gästen vorstellte. "Regen und Sonne wechseln sich ab, und der Regenbogen durfte natürlich nicht fehlen", erläuterte Godesia Uta, die auf der jecken Auszeichnung gemeinsam mit ihrem Prinzen auf einem Boot unterwegs ist.

Für ihn ist dies eine Erinnerung an eine dreimonatige Bootstour in der Türkei, "als ich die Option hatte, in Elternzeit zu gehen". Nachdem sich einige Jecke verwunderte Blicke zugeworfen hatten, ob der Interpretation des Begriffs "Elternzeit", brachte der Prinz Licht ins Dunkel: Die Familie war selbstverständlich mit an Bord.

Außerdem schwimmt im Wasser ein Fußball. "Ich habe mit vier Jahren in Friesdorf angefangen, Fußball zu spielen", sagt der 39-Jährige zu seiner Passion. Mit 15 folgten drei Jahre bei Bayer Leverkusen, bevor es nach Friesdorf zurückging. Er ist dem Verein nach wie vor verbunden - als Trainer. "Die Kinder geben einem viel wieder, und der Friesdorfer Verein ist mir wichtig. Das wollte ich zum Ausdruck bringen."

Auch seine Godesia hat ihr Hobby auf dem Orden verewigt. Wie der Fußball schwimmt auch ein Bandoneon, ein Instrument, im Wasser. "Es zeigt, dass wir unsere Hobbys für die Session über Bord geworfen haben, dass sie uns aber sehr wichtig sind."

Der Tango sei ihre Leidenschaft - dafür steht im Schrank auch nicht nur ein Paar Schuhe bereit. Wenn es nach ihr geht, schippern die Majestäten übrigens über den Rhein, die Godesburg im Hintergrund "steht für uns alle hier".

Dann kam das Prinzenpaar aus der Ordensverleihung - mit einigen kurzen Pausen - gar nicht mehr heraus. Bedacht wurden die Unterstützer des Festausschusses, zu denen auch der General-Anzeiger, vertreten durch Bettina Neusser, gehört, sowie der große Senat und zahlreiche Vertreter aus Politik und Medien.

Stellvertretend für Bezirksbürgermeisterin Annette Schwolen-Flümann, die nicht dabei sein konnte, nahmen Hillevi Burmester und Jürgen Bruder den Orden in Empfang. Besuch kam auch von der schääl Sick, LiKüRa und Wäscherprinzessin schauten vorbei - genau wie (natürlich) das alte Prinzenpaar Miriam und Lothar.