Funkenkorps Schwere Artillerie

Beim Strünzerball in Linz sorgten Gäste für ein volles Haus

Fesches Quintett: Auch rothaarige Prinzessinnen hatten sich unter die feiernden Gäste des Strünzerballs gemischt.

LINZ. Wie gut, dass das Funkenkorps Blau-Wiess um Wolli Klein einst den Vorgänger des Strünzerballs ins Leben rief: Die Sporthalle war knubbelvoll mit Gästen der Schweren Artillerie, die diesmal zu Ball und Bürgerfrühschoppen eingeladen hatte.

1939 aus der damaligen Seniorenriege des "Linzer Schwimmclubs 1922" hervorgegangen, feierten die Artilleristen ihr 75-Jähriges. Man hätte über die Menge hinwegfliegen müssen, um sich einigermaßen zügig fortzubewegen. Das war schon so, als Ex-Commodore Heinz Bündgen und "CILS" - "Commodore in Lauerstellung" - Frank "Fossi" Fossemer die Narrenschar begrüßten, darunter VG-Bürgermeister Hans-Günter Fischer.

Als Eisbrecher fungierten wie schon bei der Prunksitzung die "Silver Dolls", die sich zu Songs von Helene Fischer beim "Tanz auf dem Vulkan" wähnten, angesichts der jecken Stimmung aber auch "Mitten im Paradies", so dass sie auf die "Villa in der Schlossallee" zugunsten der Miesgeshalle verzichteten, um sich nach ihren Darbietungen unter die Servicekräfte zu mischen.

Prinz Christian I. "Commodore der Schweren Artillerie" aus dem Hause Siebertz zog mit seinen Adjutanten, "Bully" Markus Bouillon und "Stone" Patrick Stein, in den Saal ein, begleitet vom Fanfarencorps des TV Linz unter Leitung von Paul Kremer. Die Feedback Dancing Band um ihren Frontman, den Bad Honnefer Bernd Döhring, brachte mit Marianne Rosenbergs "Du gehörst zu mir" die Gäste in Tanzstimmung.

Beine flogen dann bei den "Tanzbienen" aus Neunkirchen, die sich als zehn Tanz-Drohnen im rosa Tutu erwiesen. "Ich will alles oder gar nichts" hieß ihre Devise. Das war offenbar auch der Wahlspruch vieler Ballbesucher, die bis in die frühen Morgenstunden feierten, wobei ihnen die Weltmeister vom Tanzcorps Rot-Weiß Vettelschoß, die "Hellije Knäächte un Mägde" aus Köln und die "Barhocker" aus Unkel halfen.