Weiberfastnacht in Erpel

Möhnen zogen wieder seit sechs Uhr durch den Ort

Luftgitarre mal anders: Hausgemachten Karneval gibt es auch in Erpel, wo höchstens den Instrumenten irgendwann die Puste ausgeht.

Luftgitarre mal anders: Hausgemachten Karneval gibt es auch in Erpel, wo höchstens den Instrumenten irgendwann die Puste ausgeht.

Erpel. Raderdoll und knatschversdötscht – die Wiever in Erpel ließen es am Donnerstag so richtig krachen. 220 quietschbunt kostümierte Weiber hatten ihren Spaß.

In Windeseile ausverkauft war auch die Sitzung der Erpeler Möhnen im Bürgersaal: 220 quietschbunt kostümierte Weiber hatten ihren Spaß an einem Programm, das Sitzungspräsidentin Annelie Busse-Reffgen locker-flockig moderierte.

Und das glänzte durch viel Selbstkreiertes: Da führten Mutter und Tochter innige Zwiegespräche, Überfliegerin Luise bewies Professor Hasenfuß, warum sie zu klug für die erste Klasse ist, und dann ging es auch noch um ein höchst unbeliebtes Thema: Cellulite. Dazwischen hatten die Erpelerinnen mit den Magic Dancers aus Remagen Preisgekröntes auf die Bühne geholt oder die Gulaschkapell und die kölsche Coverband Schlappkappe.

Von Müdigkeit jedenfalls weit und breit keine Spur: Schließlich waren die Möhnen auch in diesem Jahr wieder bereits morgens um 6 Uhr zum Wecken durch den Ort gezogen. „Wir feiern durch bis zum späten Abend“, versprach Obermöhn Heike Schlüter.