Prinzenwagen ist ein gut gehütetes Geheimnis

Mitglieder der Dorfgemeinschaft Wahl-Heck betätigen sich in der fünften Jahreszeit als Wagenbauer - Diesmal schrauben sie für ihre Tollitäten

Buchholz. Übers Jahr kümmern sich die Mitglieder der Dorfgemeinschaft Wahl-Heck um die verschiedensten Dinge. Sie sorgen auf dem Dorfplatz am ehemaligen Bahnhof für Ordnung, pflegen die Anlage um das Ehrenkreuz an der Asbacher Straße, veranstalten einen Wandertag im Sommer und die beliebte Glühweinwanderung im Winter.

Nicht zuletzt schmücken sie zum Beginn der Adventszeit schmücken sie den Dorfweihnachtsbaum. Viele weitere wichtige kleinere und größere Aufgaben erfüllen die Dorfgemeinschaftsmitglieder für ihre Mitbürger. In der fünften Jahreszeit kommt eine besondere Gruppierung zum Einsatz: die Wagenbaugesellschaft.

Ohne die Männer und Frauen, die Jugendlichen und Kinder aus Wahl und Heck würde dem Buchholzer Karneval sicherlich einiges fehlen. Nicht nur im Sitzungskarneval und bei vielen anderen närrischen Veranstaltungen sind die zu beiden Seiten der Asbacher Straße lebenden Menschen aktiv dabei, auch beim Buchholzer Rosenmontagszug und beim Zug am Veilchendienstag in Kölsch-Büllesbach kann man die Wahl-Hecker mit ihren selbst gebauten Karnevalswagen sehen.

Und in Jahren wie diesem, in denen gar das Buchholzer Prinzenpaar aus ihren Reihen kommt, geben sich die Wagenbauer natürlich ganz besonders viel Mühe. Zweimal in der Woche abends und auch an den Samstagnachmittagen haben die Mitglieder der Wagenbaugesellschaft in den vergangenen Wochen in einer Halle des Tiefbauunternehmens von Josef Stroh gesägt, geschraubt, gespachtelt und lackiert.

Nun ist der Wagen für das in Wahl lebende Prinzenpaar Peter III. von Frohsinn, Rede und Kabüs und Heike von der Kinder- und Funkenschar fertig und wartet darauf, bei den Zügen in Buchholz und Kölsch-Büllesbach mit den Narrenherrschern an Bord im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen.

Je nach Arbeitsaufkommen haben bis zu 20 fleißige Helfer am Bau des Prinzenwagens mitgewirkt. Das Geld für das Material haben die Bürger gestiftet, und auch von vielen heimischen Geschäftsleuten und Handwerkern haben die Wagenbauer nicht unerhebliche materielle und tätige Hilfe erfahren.

Ganz besonders freut sich der Wagenbau-Chef Elmar Becker auch über die große Zahl von Jugendlichen, die sich in diesem Jahr am Wagenbau beteiligt haben. Der Trend bei den jungen Menschen, sich wieder mit ihrer Heimat zu identifizieren und etwas dafür zu tun, ist auch in den Buchholzer Ortschaften zu spüren.

Diese Entwicklung macht Elmar Becker glücklich, denn die Aufgaben der Dorfgemeinschaft und der Wagenbaugesellschaft können auf Dauer nur fortgeführt werden, wenn sich frühzeitig junge Menschen einbringen. "Jugendliche und junge Erwachsene sind uns jederzeit und bei allen Veranstaltungen und Anlässen herzlich bei uns willkommen", lädt Elmar Becker zum Mitmachen ein.

Wie der Karnevalswagen des Buchholzer Prinzenpaares aussieht, das bleibt aber bis zum Buchholzer Rosenmontagszug ein Geheimnis. Und es wird sorgsam gehütet. Keiner der am Bau beteiligten darf auch nur die kleinste Andeutung machen, nur dann wird der Prinzenwagen auch eine wirkliche Überraschung werden.