Sketche und Tänze für jecke Senioren

<b>Jeck sein </b> - das ist keine Frage des Alters, sondern der Einstellung. Das bewiesen erneut die Senioren in Linz.

<b>Jeck sein </b> - das ist keine Frage des Alters, sondern der Einstellung. Das bewiesen erneut die Senioren in Linz.

Der Lücke Hein "vum rut-wiesse Trömmelche" trifft auf äußerst unternehmungslustige Sitzungsgäste

Linz. (khd) "Bei Palms da is de Pief verstoppt" heißt es in einem bekannten Karnevalslied. Ganz anders im Hotel Palm in Linz. In dem ging nämlich die Post ab, hatte der Pfarrgemeinderat doch zum traditionellen Seniorenkarneval eingeladen, bei dem er vor allem von den Kindertanzgruppen - nicht nur der Linzer Corps - unterstützt wurde.

"Wir freuen uns, dass wieder so viele Interesse an unserer Sitzung zeigen und mit uns Karneval feiern wollen", begrüßte Herta Brinkmann die Gäste, unter diesen auch Stadtbürgermeister Adi Buchwald, Pater Peter und "Mister Karneval" Wolli Klein. Der sah mit Zufriedenheit, dass sein Corps, die Blau-Wiessen, mit Martin Hoppen den "Sitzungspräsidenten" stellte, der zunächst die Mini-Rööpe aus Dattenberg auf die Bühne holte.

"Natürlich haben wir für Sie auch Tollitäten im Programm", erklärte er und schon konnten die Senioren das Kinderprinzenpaar der Dorfgemeinschaft von Sankt Katharinen begrüßen, Daniel I. und Michelle II., das zudem die "Blue Diamonds" und die "Blue Flames" mitgebracht hatte. Und auch Prinzessin Jennifer "von der Au" aus Kasbach-Ohlenberg war nicht allein nach Linz gekommen, sondern hatte ihre Freundinnen von den Ohlenberger Tanzflöhen als Verstärkung mitgebracht.

Kurz zuvor hatte Christian Adams mit dem Verzällcher der "Glocken von Köln" die betagten Zuhörer glänzend amüsiert. Kaum hatte eine Glocke verkündet: "Kind jebore", will eine andere wissen "Von wemm dann, von wemm dann!" Prompt folgt die Antwort aus einer anderen Richtung "Vom Dom-Propst, vom Dom-Probst!" Entsetzte Reaktion der Glöckchen vom Ursulinen Kloster "Et is en Sünd un en Schand!", während der "Pitter" vom Dom aus majestätisch den Schlussstrich zieht: "Schwamm drüwer, Schwamm drüwer!"

Nicht minder unterhaltsam fanden die jecken Senioren den Sketch "Die Bowle", den Vortrag von "Schiller und Schaller" oder die Geschichte von den "100 Eiern". Aber natürlich schmolzen vor allem die Herzen der Großmütter dahin, als nach der Jugendtanzgruppe der Roten Husaren und der von Blau-Wiess auch noch die Kleinsten von der "Rasselbande" ihr Können unter Beweis stellten.

Standesgemäß "angekündigt" von der Prinzengarde Kasbach bildet der Lücke Hein dann mit seinem Hofstaat den krönenden Abschluss einer gut dreistündigen Sitzung. "Ihr seid ja gut drauf", freute der Linzer Prinz sich über das unternehmungslustige Völkchen, dem er versicherte: "Ohne Üsch wär der Fastelovend nix." Deshalb hofft der Prinz der Strünzer, auch die Senioren beim Rosenmontagzug wiederzusehen, der ab 14.11 Uhr durch die Linzer Innenstadt zieht.