Wäscherprinzessin Susanne II.

Atemlos am Waschzuber

Einen feuchtfröhlichen Wettkampf lieferten sich (von links) Franziska, Tessa, Susanne II., Ralf Laubenthal und Stefan Wolf. FOTO: MAX MALSCH

Einen feuchtfröhlichen Wettkampf lieferten sich (von links) Franziska, Tessa, Susanne II., Ralf Laubenthal und Stefan Wolf.

18.01.2015 PÜTZCHEN. Wäscherprinzessin Susanne II. stellte sich den Herausforderern vom 1. Beueler Häärekomitee.

Helene Fischer begeisterte die Gäste im Pfarrzentrum Pützchen am Samstagabend mit einem umjubelten Auftritt und einigen ihrer größten Hits: Wem allerdings bei genauerem Hinsehen die doch etwas maskulineren Gesichtszüge der Künstlerin auffielen, lag gar nicht so daneben - natürlich war es nicht die bekannte Sängerin selber, die da Gassenhauer wie "Atemlos" zum Besten gab, sondern Marc Grohs vom 1. Beueler Häärekomitee.

Gar nicht atemlos hatte sich kurz zuvor Ralf Laubenthal beim Wettwaschen gezeigt: Der stellvertretende Bezirksbürgermeister vertrat nämlich wie schon bei der Proklamation am Freitag Guido Déus, der sich beim Skifahren verletzt hatte. Gegen die frisch proklamierte Wäscherprinzessin Susanne II. (Eyhoff) konnte Laubenthal sich indes trotz sportlicher Kondition und ausgefeilter Schutzkleidung nicht durchsetzen.

Dafür hatte Laubenthal schnell seinen Spitznamen weg: Als "Plüschprumm" - was auf hochdeutsch Pfirsich bedeutet, aber im karnevalistischen Kontext mit einigen Konnotationen behaftet ist - musste er sich titulieren lassen, weil er sich mit zahlreichen Wattebäuschen und Protektoren perfekt gegen die "gefährlichen Unwägbarkeiten auf der Pützchener Bühne" gewappnet hatte. Dass er sich beim Waschen trotzdem nicht gegen die Frauen durchsetzen konnte, sei allerdings Teil eines ausgefuchsten Plans zur Verteidigung des Rathauses in Beuel, dessen Details hier selbstredend nicht weiter erläutert werden können, so Laubenthal augenzwinkernd.

[kein Linktext vorhanden]Traditionell seit vielen Jahren stellt sich die Wäscherprinzessin der Herausforderung, mit dem Bezirksbürgermeister um die Wette Kleidungsstücke in der Bütt und auf dem Waschbrett zu waschen: 1998 trafen sich einige mutige Männer aus Beuel, um ein Gegenstück zu den vielen Beueler Damenkomitees zu gründen und das Wettwaschen ins Leben zu rufen. Dabei werden Sauberkeit, Geruch und Anzahl aller in drei Minuten gewaschenen Wäschestücke durch eine strenge Jury beurteilt.

Insgesamt sieben Waschgänge waren im Laufe des Samstagabends zu bewältigen; neben Susanne I. stellte sich auch Liküra Sandra I. (Kurth) der Herausforderung, und zu guter Letzt setzten sich die Frauen knapp durch: Mit vier zu drei gewannen die Beueler Damen gegen die Hääre - allerdings nur, weil der Schlusswaschgang wiederholt werden musste. Es war nämlich aufgefallen, dass da ein Mitglied des letzten angetretenen Damenkomitees der Jury angehörte. Also musste die Runde wiederholt werden. (Leif Kubik)