Karnevalsabschluss in Beuel

Beueler Oberjecken mit der Session vollends zufrieden

Da fließen Tränen: Wäscherprinzessin Ariane I. (Zweite von rechts) muss den Schlüssel zum Rathaus an den stellvertretenden Bezirksbürgermeister Ralf Laubenthal zurückgeben. Auch das Wehklagen ihrer Wäscherinnen Katrin Kreuzer (l.) und Lisa Eyhoff (r.) sowie der strenge Blick von Obermöhn Ina Harder können daran nichts ändern.

Da fließen Tränen: Wäscherprinzessin Ariane I. (Zweite von rechts) muss den Schlüssel zum Rathaus an den stellvertretenden Bezirksbürgermeister Ralf Laubenthal zurückgeben. Auch das Wehklagen ihrer Wäscherinnen Katrin Kreuzer (l.) und Lisa Eyhoff (r.) sowie der strenge Blick von Obermöhn Ina Harder können daran nichts ändern.

Beuel. Obermöhn Ina Harder ist rundum zufrieden. "Alles ist super gelaufen, alles hat bestens funktioniert. Insbesondere der wieder einmal erfolgreiche Rathaussturm war einmalig." Sie lobt die Session, die am Dienstagabend zu Ende ging, in höchsten Tönen. Sie ist bei Weitem nicht die Einzige.

Der Februar 2019 war in Bonn nach aktuellen Erkenntnissen der Wetter-Experten der wärmste, seit die Temperaturen aufgezeichnet werden. Ob dazu die Weiber in Beuel beigetragen haben? Mit zwei tollen Prinzessinnen konnte Bonns Sonnenseite in der Session 2018/2019 aufwarten. Sowohl Wäscherprinzessin Ariane I. als auch LiKüRa-Prinzessin Julia I. strahlten bei ihren Auftritten um die Wette, brachten jeden Saal in Stimmung, verbreiteten zu jeder Zeit gute Laune. Sogar Sturmtief „Bennet“ ließ sich bis nach dem LiKüRa-Zug am Sonntag Zeit, um die Wetterlage ins Stürmische kippen zu lassen. Gut, da war es ja auch schon März.

Ina Harder, Obermöhn der Beueler Weiberfastnacht, kommt aus dem Schwärmen über die Session gar nicht heraus. „Alles ist super gelaufen, wir haben jede Menge Menschen mit unseren Auftritten begeistert“, sagte sie. „Wir haben nichts Negatives zu hören bekommen oder gar erfahren müssen. Es war einfach eine Session, wie man sie sich nur wünschen kann.“

Ähnliches ist von Brigitte Mohn, der Vorsitzenden des Damenkomitees St. Josef, dem Wäscherprinzessin Ariane angehört, zu hören. „Es war eine sensationell schöne und erfolgreiche Session für uns. Mit einer tollen Wäscherprinzessin, die immer die richtigen Worte gefunden hat. Das Beueler Brauchtum steht auf soliden Füßen, und oft hat man den Eindruck, dass das Interesse und die Freude daran zunehmen.“ Das habe sich an vielen Dingen gezeigt. Da gehöre das karnevalistische Orgelkonzert genau so dazu wie die zahlreichen generationsübergreifenden Frauensitzungen.

Begeisterung war auch vom LiKüRa-Festausschuss zu hören. „Wir freuen uns besonders, dass die Ortsvereine aus LiKüRa auch in diesem Jahr wieder so tolle Veranstaltungen auf die Beine gestellt haben“, sagt Pressesprecherin Ulrike Schön. „Die Vereine geben sich sehr viel Mühe und das mit Erfolg. Jede Veranstaltung war gut besucht.“

Neben einer tollen „großen“ Repräsentantin habe man sich in diesem Jahr auch über ein tolles LiKüRa-Kinderprinzenpaar gefreut. „Sophia und Phillip haben sich in und um LiKüRa herum super repräsentiert.“ LiKüRa-Prinzessin Julia I. hebt in ihrer Sessionsbilanz neben den großen Auftritten auch die kleinen hervor. „Die Auftritte in all den Kindergärten, in denen sich Kinder und Erzieher so viel Mühe gegeben haben, waren besondere Auftritte für mich. Ebenso wie der Seniorenkarneval. Die kleinen Auftritte haben die Session für mich und meine Paginnen zu etwas Besonderem gemacht.“ Sie hatte darum gebeten, auf Blumen und Geschenke zu verzichten und stattdessen an die Welthungerhilfe zu spenden. „Danke an alle Jecken für diese Unterstützung. So können wir etwas von unserem Frohsinn in die Welt heraus zurückgeben.“

Eine positive Bilanz ziehen auch die Beueler Stadtsoldaten, die die Wäscherprinzessin immer begleiten, ob in großer Formation oder "nur" vertreten durch ihre Bützoffiziere. Pech hatten die Stadtsoldaten mit der Verletzung ihres Tanzpaars Sabrina Michel und Janis Füllenbach. „Zum Glück haben wir jedoch immer zwei Tanzpaare, sodass Marcel Axer und Linda Kerp die komplette Session tanzen mussten“, berichtet Thomas Theuerzeit, Pressesprecher der Beueler Stadtsoldaten. „Wir ziehen eine positive Bilanz“, sagt er und lobt ausdrücklich die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten.

Ebenfalls rundum zufrieden zeigten sich die Schwarz-Gelbe Jonge. Drei erfolgreiche Sitzungen und drei Teilnahmen an Zügen waren ihre Schwerpunkte. Doch herausragend ist für sie immer eine kleine Sitzung im Albertus-Magnus-Seniorenzentrum in Pützchen. „Wir sind rundum zufrieden“, sagt ihr Pressesprecher Michael Ahr. Und Frontmann Florian Hertel von der Brass- und Performanceband Druckluft ist schon wieder heiß. „Trotz der 160 Auftritte zwischen Koblenz und Düsseldorf können wir es kaum erwarten, dass die Session 19/20 beginnt“, sagt er.

Mit dem Häubchenrupfen am Dienstagabend in der Beueler Karnevalshochburg „Rheinbrücke“ verabschiedete sich die Wäscherprinzessin traditionell als Karnevalsregentin. „Natürlich fließen dabei immer ein paar Tränchen“, meinte Ina Harder, als die ehemaligen Wäscherprinzessinnen der aktuellen Regentin das Häubchen vom Kopf nahmen.

Und zum guten Schluss bekam Beuels Bezirksbürgermeister Guido Déus auch noch seinen Rathausschlüssel zurück, der ihm beim Ratshaussturm am Weiberdonnerstag – mal wieder – verlustig gegangen war.