Debutant Wolfgang Hürter ist in Pützchen ohne Chance

<b>Konkurrenten an der Bütt:</b> Bezirksvorsteher Wolfgang Hürter belegt beim Wettwaschen gegen Sandra I. einen ehrenvollen zweiten Platz, die Prinzessin wird Vorletzte.

<b>Konkurrenten an der Bütt:</b> Bezirksvorsteher Wolfgang Hürter belegt beim Wettwaschen gegen Sandra I. einen ehrenvollen zweiten Platz, die Prinzessin wird Vorletzte.

23.01.2005 Das 1. Härrekomitee fordert Wäscherprinzessin und Beueler Damenkomitees zum Wettwaschen heraus - Die waschenden Herren lassen sich vom Bezirksvorsteher unterstützen, was aber nichts nützt

Pützchen. Auch in diesem Jahr forderte das einzige Herrenkomitee die Beueler Damenkomitees zum Wettwaschen heraus. Ein ziemlich hoffnungsloses Unterfangen, das zum siebten Mal in Pützchens "Treppchen" stattfand.

Zwar ist die Jury paritätisch besetzt, zwei Männer, zwei Frauen, aber schließlich wird in Beuel Weiberfastnacht gefeiert, und die Wäscherprinzessin muss gewinnen, sonst wäre sie ja ihres Amtes nicht würdig. In diesem Jahr hatte Sandra I. aber auch besonders leichtes Spiel, denn für Wolfgang Hürter, den neuen Bezirksvorsteher, war es der erste Waschgang seiner Amtszeit.

Obwohl er, so gut es ging, von Moderator Willi Härling unterstützt wurde, lag auf seiner Seite des Wäscheständers am Ende der ersten Runde ein kleiner nass-triefender Haufen, während die Wäscherinnen der Prinzessin dafür gesorgt hatten, dass die von ihr geschrubbten Wäschestücke ordentlich auf der Leine hingen.

Für Jurymitglied Erna Neubauer ein klarer Fall. Immerhin gestand sie Hürter einen Anerkennungspunkt zu. "Gegen die Wäscherprinzessin zu gewinnen, ist unmöglich", räumte sie ein. "Vielleicht sollte man mal über die Spielregeln nachdenken", schmunzelte Hürter. Beim Waschen schlug er sich ganz gut, nur das Wäscheklauen muss er eben noch üben.

Die Wettkampfbedingungen waren in diesem Jahr erschwert, weil nur wenig Wäsche zur Verfügung stand. Georg Fenninger, ehemaliger Bezirksvorsteher, hatte für die zweite Runde gegen Maria Balensiefen, Präsidentin des Damenkomitees der TSV, erkannt, dass es weniger aufs Waschen als aufs Wäscheverteidigen ankam.

Der eigentliche Wettkampf fand allerdings weniger an den Waschtrögen, sondern vielmehr in der Jury statt. Erwin Thiebes, Ehrenpräsident der Holzlöre Orijinale, saß als Frau getarnt in der Jury. "Die Damen sollen sich in Sicherheit wiegen und glauben, sie seien in der Überzahl", erklärte er verschmitzt.

Erna Neubauer und Ruth Kranz, Mutter der Obermöhn, ließen sich aber nicht täuschen. Auch die Taktik von Hans Klein von der KG Rot-Weiß-Vilich, seine weiblichen Jurymitglieder beschwipst zu machen, hatten diese schnell durchschaut.

Marc Podewski, Vorsitzender des ausrichtenden 1. Härrekomitees, lässt sich trotz des ewigen zweiten Platzes seiner Männer nicht entmutigen. Er selbst bemüht sich um Erfolgserlebnisse, indem er jedes Jahr gegen die LiKüRa wäscht. So nutzt er die jahrelange Waschbrett-Erfahrung gegen eine unerfahrene Prinzessin, die ja in jedem Jahr eine Neue ist. (Von Nina Terpe)