Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß

Fassanstich mit Hindernissen in Limperich

Limperich. Nach langer Zeit wollte die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Limperich mal wieder einen richtigen Sessionsstart am Elften Elften unter freiem Himmel. Pünktlich um 11.11 Uhr wurde ein Fass angeschlagen.

Nach langer Zeit wollte die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Limperich mal wieder einen richtigen Sessionsstart am Elften Elften unter freiem Himmel. An der Ecke An der Linde und Am Brünnchen gab es kalte Getränke, warmen Erbseneintopf und natürlich Rievkooche, und um 11.11 Uhr wurde ein Fass angeschlagen.

Die neue erste Vorsitzende Gisela Meuter hatte noch nie das Fass angeschlagen, versuchte vergeblich ihr Glück, Gary Smillie zertrümmerte mit dem Hammer den Zapfhahn, und bei dem Versuch, diesen zu wechseln, ergoss sich einiges an Kölsch über ihn und die Umstehenden. Auf jeden Fall ging die Session in Limperich feuchtfröhlich los.

Man hatte auch eine Ausstellung von Kostümierungen der letzten Jahre aufgebaut, die zwischenzeitlich vom Winde verweht wurde. Aber über all das konnte man gut lachen, und ansonsten war dieser Sessionsauftakt eine gemütliche Angelegenheit ohne großes Brimborium. Die Anwohner störten sich auch nicht daran, im Gegenteil, es feierten viele mit.

Der Erlös geht an einen guten Zweck: Die KG unterstützt die Familie Gotzein, die einen Assistenzhund für ihre Tochter Marie ausbilden lassen möchte, da die Fünfjährige an Spinaler Muskelatrophie leidet, eine Krankheit, die zum fortschreitenden und dauerhaften Untergang der motorischen Nervenzellen und dadurch zur allgemeinen Muskelschwäche führt.

Man hätte die Straße auch gerne abgesperrt, sagte Meuter. Aber das hätte andere Verpflichtungen wie das Beisein der Feuerwehr zur Folge gehabt. Sie vermisse die Unterstützung der Stadt, sagte die Vorsitzende. Aber auch am Straßenrand konnte man gut feiern.