50. Partnerschaftsjubiläum

Kommt die neue Wäscherprinzessin aus Mirecourt?

Der Vorstand des Städtepartnerschaftskomitees zeigt stolz vor dem Stadtwappen von Mirecourt die Beuel-Seite des General-Anzeigers von Freitag, 13. Juni 1969. In dieser Ausgabe berichtete die Redaktion von der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags tags zuvor im Rathaus Beuel.

Der Vorstand des Städtepartnerschaftskomitees zeigt stolz vor dem Stadtwappen von Mirecourt die Beuel-Seite des General-Anzeigers von Freitag, 13. Juni 1969. In dieser Ausgabe berichtete die Redaktion von der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags tags zuvor im Rathaus Beuel.

Beuel. Beim Städtepartnerschaftskomitee stehen die Zeichen auf Jubiläum. 2019 wird die Freundschaft zwischen Beuel und Mirecourt 50 Jahre alt. Die Vorfreude ist ebenso groß wie der Wunsch, ein für beide Orte unvergessliches Datum nachhaltig zu feiern.

Auf der kommunalen Seite haben die ersten Gespräche zwischen Mirecourts Bürgermeister Yves Séjourné und Beuels Bürgermeister Guido Déus bereits stattgefunden, bei den Städtepartnerschaftsvereinen glühen die Kontaktdrähte bereits.

„Wir wollen in beiden Orten Feste feiern, die den Wunsch nach Frieden und Freundschaft in aller Öffentlichkeit symbolisieren sollen. Wir wollen dabei für ein geeintes, starkes Europa werben, das von der deutsch-französischen Freundschaft vorbildhaft angeführt wird“, sagte am Montagabend Klaus Ebert bei der Jahreshauptversammlung des Städtepartnerschaftskomitees im Beueler Rathaus.

Der Vorsitzende bezeichnete dabei die Verbindung zwischen Mirecourt und Beuel und die Rolle Bonns als Grundsteine der deutsch-französischen Verbindung. „Im September 1962 sprach der französische Staatspräsident Charles de Gaulle den legendären Satz: 'Es lebe Bonn, es lebe Deutschland, es lebe die deutsch-französische Freundschaft!'. Wenige Monate später wurde von beiden Nationen der Élysée-Vertrag unterschrieben“, erklärte Ebert.

Im Mittelpunkt der Festlichkeiten in Beuel soll im nächsten Jahr die Einweihung des Mirecourtplatzes stehen. Nachdem vor wenigen Tagen auch der Hauptausschuss der Stadt Bonn der Benennung des Rondells am Beueler Rheinufer zugestimmt hat, kann das Komitee seine Bemühungen für die Platzgestaltung intensivieren.

„Wir holen derzeit Angebote für die sechs Fahnenmasten und die Infotafel ein“, sagte Ebert. Auf der Beueler Rheinseite sollen ab 2019 auch die Fahnen von Mirecourt, Beuel, Bonn, Deutschland, Frankreich und Europa wehen - .als Symbol der deutsch-französischen Freundschaft. „Dieser Platz wird ein gelebtes Symbol der Partnerschaft werden. Dort werden künftig dauerhaft Franzosen und Deutsche aufeinandertreffen und sich an ihre wunderbare, gemeinsame Vergangenheit und Zukunft erinnern“, betonte Ebert.

Der Vorstand des Komitees hat sich diese markante Stelle am Beueler Rheinufer bewusst ausgesucht, weil die angrenzende Uferpromenade nach Hans Steger benannt worden ist. Der letzte Bürgermeister der Stadt Beuel hat 1969 gemeinsam mit Mirecourts Bürgermeister Henry Parisot den Städtepartnerschaftsvertrag unterschrieben.

Ob ein weiterer Wunsch des Komitees in Erfüllung gehen wird, steht noch nicht fest. Die Beueler suchen gemeinsam mit ihren französischen Freunden nach einer jungen Mirecourterin, die 2019 das Amt der Wäscherprinzessin ausüben könnte. Nach 1968 (Francoise Enel)) und 1994 (Lucie Claude) wäre es das dritte Mal, das eine Französin die Beueler Weiberfastnacht anführt. „Es wäre wunderbar, wenn uns das erneut gelingen würde“, so Ebert. Weitere Programmpunkte für das Jubiläumsjahr: Auf Einladung des Bonner Europa-Abgeordneten Axel Voss (CDU) ist ein Treffen der Partnerschaftsvereine auf EU-Ebene in Straßburg oder in Brüssel geplant.

Im Jubiläumsjahr soll auch wieder eine Fahrradtour von Beuel in die Vogesenstadt rollen. Am 14. April dieses Jahres werden beim traditionellen Treffen der Verwaltungen und Vereine weitere Ideen für das Jubiläumsjahr gesammelt. „Beiden Seiten ist dabei wichtig, dass wir die Bürger aus Mirecourt und Beuel intensiv zusammenbringen. Denn es ist von Bedeutung, dass die deutsch-französische Freundschaft in der Mitte der Gesellschaft gelebt und getragen wird“, sagte Klaus Ebert, der seit 2013 Vorsitzender des Beueler Komitees ist.