Auftritt der Kinderwäscherprinzessin

Neue Rekruten beim Biwak der Beueler Stadtsoldaten vereidigt

Ich wär' so gern ein Stadtsoldat: Kommandant Hans Hallitzky und Spieß Wolfgang Stahl begutachten die Rekruten.

Ich wär' so gern ein Stadtsoldat: Kommandant Hans Hallitzky und Spieß Wolfgang Stahl begutachten die Rekruten.

Beuel. Beim Biwak der Beueler Stadtsoldaten treten exotische Tiere, eine Prinzessin und zwei Super Marios an. Für die Uniform müssen sie sich noch bewähren.

Zum öffentlichen Biwak hatten die Beueler Stadtsoldaten am Samstag auf den Beueler Rathausplatz eingeladen. Während sich die Besucher traditionsgemäß mit heißer Erbsensuppe stärken konnten, sorgte der Musikzug der Beueler Stadtsoldaten mit karnevalistischen Tönen für beste Unterhaltung. Als das Kindertanzcorps der Beueler Stadtsoldaten aufzog, waren alle Augen auf die 74 Mädchen und Jungen im Alter von drei bis 15 Jahren gerichtet, die mit ihren Tänzen das 80-jährige Bestehen des Kindertanzcorps feierten.

Da durfte auch Kinderwäscherprinzessin Ida Kranz nicht fehlen. Die Fünfjährige bekam für das Singen des "Pirate"-Liedes jede Menge Applaus und verteilte anschließend zur Freude der Mädchen und Jungen des Kindertanzcorps jede Menge Kamelle.

Auf dem Biwak der Beueler Stadtsoldaten werden alljährlich auch die neuen Rekruten vereidigt. Wer das erste Probejahr erfolgreich bestanden hat, wird an diesem Tag offiziell zum Stadtsoldaten ernannt. Dieser Prozess wird bei den Beueler Stadtsoldaten mit jeder Menge Augenzwinkern durchgeführt. "Die neuen Rekruten müssen wir erst noch suchen", erklärte Kommandant Hans Hallitzky und schickte den Spieß der Stadtsoldaten, Wolfgang Stahl, los, um infrage kommende Personen auf den Straßen Beuels einzusammeln. Der Spieß kehrte jedoch lediglich mit neun von Weiberfastnacht übrig gebliebenen Karnevalisten zurück, darunter ein Pinguin, ein Bauarbeiter und ein Super Mario. "Aus welcher Spielekonsole kommst du denn?", wollte Hallitzky von Letzterem wissen.

"Ihr möchtet also echte Beueler Stadtsoldaten werden", meinte Hallitzky zu den neun Anwärtern und fragte diese erst einmal nach der Position aus, die sie bei den Stadtsoldaten übernehmen möchten. Alle neun Anwärter hatten sich am Ende aber bewähren können und kehrten kurz nach ihrem jecken Auftritt in der Uniform der Stadtsoldaten zurück. An der Korpsstandarte  leisteten die Rekruten den Treueschwur, bevor Wäscherprinzessin Franzi I. (Sprenger) mit ihrem Gefolge aufzog, um ihre Aufgabe zu erfüllen: "Es ist mir eine große Ehre, die neuen Rekruten vereidigen zu dürfen", sagte die Wäscherprinzessin und steckte den neuen Stadtsoldaten das Vereidigungskreuz an das Päffgen. Mit Erhalt dieses Vereidigungskreuzes gehören die Rekruten jetzt offiziell den Stadtsoldaten an, die um neun Personen gewachsen sind.