Wäscherprinzessin in Beuel

Vanessa I. erobert die "Rheinbrücke"

Wäscherprinzessin Vanessa I. lässt das Schild gut sichtbar an der Hofburg "Zur Rheinbrücke" anbringen.

BEUEL. Jeglicher Widerstand war zwecklos, als die designierte Wäscherprinzessin Vanessa I. (Kopschetzky) ihre Hofburg am Konrad-Adenauer-Platz erstürmte. Doch Widerstand wollte Werner Kaschke, Inhaber der Gaststätte "Zur Rheinbrücke", auch gar nicht leisten - ganz im Gegenteil.

Seit vielen Jahrzehnten dient sein Lokal während der fünften Jahreszeit als zweite Heimat der Wäscherprinzessin und ihres Gefolges: "Das Lokal wird nicht erstürmt, sondern bezogen", betonte Kaschke.

Bis Karnevalsdienstag werden Wäscherprinzessin Vanessa I. und ihre Begleitung regelmäßig vorbeischauen, sich zwischen den Terminen hier ausruhen oder aber vielleicht auch die traditionelle Karnevalsgaststätte in ein Tollhaus verwandeln.

Für Vanessa I. ist das Lokal schon lange kein fremder Ort mehr: Als Wäscherin im Gefolge ihrer Vorgängerin Marie-Christine I. ist sie in der vergangenen Session bereits häufig hier gewesen.

Kaum erwarten kann sie es, nun selbst das närrische Treiben in Beuel zu regieren: "Ich freue mich schon auf meine Proklamation am Freitag und dass es dann endlich losgeht", erklärte sie bei der Einweihung ihrer Hofburg. Unter großem Jubel einiger Damenkomitees und weiterem närrischem Volk kletterten Werner Kaschke und Vanessa I. auf eine Leiter, um das neue Domizil der Wäscherprinzessin mit ihrem Namensschild zu kennzeichnen.