Das Sorgenkind ist der 13. goldene Stern

Vorbereitung auf den Rathaussturm in Beuel

Wäscherprinzessin Franzi I. und ihr Gefolge begutachten den Karnevalswagen für Weiberfastnacht. FOTO: BARBARA FROMMANN

Wäscherprinzessin Franzi I. und ihr Gefolge begutachten den Karnevalswagen für Weiberfastnacht. FOTO: BARBARA FROMMANN

Beuel. Wäscherprinzessin Franzi I. (Sprenger) fiebert ihrem Sessionshöhepunkt entgegen: An Weiberdonnerstag, 8. Februar, startet das Kommado Attacke. Es gilt wieder einmal, die Rathausverteidiger in Beuel zu entmachten.

Allerdings liegen die Hürden zum Erklimmen des närrischen Gipfels in diesem Jahr höher als sonst. Die Regentin benötigt erstmals eine Befähigung in Form von 13 goldfarbenen Sternen, damit sie überhaupt zum Rathaussturm antreten darf. Diese Auflage hat ihr Beuels Bezirksbürgermeister Guido Déus bei der Tollitätenvorstellung im November gemacht. Franzi muss bis Weiberfastnacht so viele Sterne sammeln, wie auf dem Beueler Stadtwappen abgebildet sind.

Bislang hat sie bis auf eine Hürde alle genommen. Will heißen: Es könnte also sein, dass ihr am Donnerstag ein Stern fehlt. „Seit Tagen erhalte ich von ganz vielen Fans goldene Sterne geschenkt. Aber leider sind es keine Originale, sie sehen alle etwas anders aus“, erklärte Franzi I. Die Prinzessin hat die Hoffnung nicht aufgegeben und geht davon aus, dass sie noch Gelegenheit erhält, den bei einem Zauberquiz verlorenen Stern wieder wett zu machen. Und was passiert, wenn nicht? ihre Lieblichkeit hofft, dass die Rathausverteidiger dann Gnade vor Recht walten lassen und sie zum „Kampf der Geschlechter“ zugelassen wird.

Jedenfalls haben sich die Weiber schon eine Strategie überlegt, wie sie die Männer auf dem Rathausbalkon bezirzen wollen. Die kampferprobte Obermöhn Ina Harder hat sich und ihr Altes Beueler Damenkomitee schon mal auf verschiedene Situationen vorbereitet. „Es hält sich in Beuel hartnäckig das Gerücht, dass die Rathausverteidiger uns mit Hilfe der Magie verzaubern wollen. So leicht werden wir es ihnen nicht machen. Bislang hat immer noch die Wäscherprinzessin den Rathausschlüssel in ihren Händen gehalten“, sagte Harder dem GA.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan und Déus haben sich mit Tom Gerhard alias Hausmeister Krause Verstärkung geholt. Nach Eckhart von Hirschhausen im Vorjahr ist er der nächste prominente Rathausverteidiger. Er soll seine Hausmeisterqualitäten unter Beweis stellen und dem OB die karnevalssüchtigen Weiber vom Hals halten. Wie erfolgreich das sein wird, wird man sehen. Allerdings soll seine Entschlossenheit groß sein: Er will versuchen, als Magier die Weiber weg zu zaubern.

Der Stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Beueler Weiberfastnacht, Bezirksbürgermeister Guido Déus, freut sich jedenfalls über die angekündigte Hilfe: „Mit der prominenten Unterstützung werden die Wiever in diesem Jahr das Rathaus nicht stürmen“, ist sich Déus sicher. Obermöhn Ina Harder ist gespannt: „Letztes Jahr haben wir schon mal einen Promi in die Schranken verwiesen, ich freue mich auf den nächsten!“

Franzi I. hat bereits ihren Prinzessinnenwagen in der Halle Beuel darauf inspiziert, ob man ihr dort auch irgendwelche Fallstricke montiert hat. Das ist aber nicht der Fall. Die Wagenbauer haben ganze Arbeit geleistet und einen prunkvollen Wagen gebastelt. Wenn der Zugweg eingehalten wird - und darauf wird Zugleiter Joachim Mertens achten - wird die Wäscherprinzessin gegen 12 Uhr am Rathaus eintreffen und ihre Kampfansage in Richtung Rathausverteidiger formulieren.