Karnevalszug in Oberkassel

Wer hat an der Uhr gedreht?

Verkehrte Welt: Der Affe hat den Menschen in einen Käfig gesteckt. Eines der kreativsten Kostüme beim Karnevalszug in Oberkassel.

Verkehrte Welt: Der Affe hat den Menschen in einen Käfig gesteckt. Eines der kreativsten Kostüme beim Karnevalszug in Oberkassel.

Oberkassel. Den Oberkasselern liegt das Jecken-Gen im Blut. In der Jupp-Gassen-Halle wird nach dem Zug weitergefeiert.

Wo ist nur die Zeit geblieben? Schon 50 Jahre lang ist Oberkassel ein Teil von Bonn - und das soll in diesem Jahr gefeiert werden. Beim Karnevalszug am Samstag spielte das Jubiläum auf jeden Fall eine nicht unerhebliche Rolle. Das närrische Treiben hat jedoch schon eine weitaus längere Tradition; angeblich reicht es bis in die Steinzeit zurück, ebenso übrigens wie die Diskussion um Sommer- und Winterzeit.

Die gute Laune ist somit in die DNA der Oberkasseler übergegangen, wie man denn auch während des Zuges spürte. Zahlreiche Jecken säumten den Wegesrand und ließen sich auch nicht von dem trüben, wenn auch zumindest trockenen Wetter stören. Auch wenn die Sonne nicht strahlte, dann doch zumindest andere: Die Clowns und Gärtner, Höhlenmenschen und Traditions-Corps zum Beispiel, darunter die Alten Kameraden und die „Kaasseler Jonge“, die für die Organisation des rund 1000 Narren starken Zuges verantwortlich waren. Selbst ein von einem Gorilla gefangener Forscher hatte so einiges zu lachen, ebenso wie der Bonner Kinderprinz Tobias I., der als Kasseler Jung ein Heimspiel hatte. Im Anschluss wurde beim After-Zoch-Ball in der Jupp-Gassen-Halle gefeiert.