Zeughaus war Knast

<b>Präsident Dietmar Brenner </b>(hintere Reihe, Dritter von rechts) und seine Kaasseler Jonge versammeln sich im Zeughaus.

<b>Präsident Dietmar Brenner </b>(hintere Reihe, Dritter von rechts) und seine Kaasseler Jonge versammeln sich im Zeughaus.

Kaasseler Jonge feiern 25-Jähriges

Oberkassel. (per) Von außen säuberlich restauriert, im Inneren freundlich und hell getüncht, zeitgemäß gestaltet, mit Küche und moderner Technik ausgestattet - so zeigt sich heute das Zeughaus der Karnevalsgesellschaft Kaasseler Jonge Grün-Weiß Oberkassel.

25 Jahre ist es her, dass die Kaasseler Jonge ihre Heimstatt an der Röckesbergstraße fanden. Am Samstag feierten sie das Jubiläum im Kreis vieler Vertreter der Ortsvereine und befreundeter Karnevalsgesellschaften mit einer zünftigen Sause.

"Im November 1984 übernahmen wir das Haus in recht heruntergekommenen Zustand von der Stadt", berichtete Kaasseler Jonge-Präsident Dietmar Brenner. Der lange Leerstand des früheren Oberkasseler Gefängnisses, das in den 50er Jahren Strafgefangenen noch ein gut gesichertes "Obdach" bot, hatte seine Spuren hinterlassen.

Gründliche Restaurierungen und ständige Pflege über die Jahre durch die Vereinsmitglieder lassen das heutige Zeughaus in bestem Zustand erscheinen. Einzig die vergitterten Fenster und Türen erinnern noch daran, dass hier früher weniger gefeiert, als vielmehr eingesessen wurde.

"Unser Zeughaus dient heute allen unseren Veranstaltungen", berichtet Martin Dinier, Vorsitzender der Kaasseler Jonge. Dazu zählten die einmal im Monat stattfindenden Aktivenversammlungen, die Vorstandssitzungen und sonstige interne Treffen. "In unserem Sitzungssaal bewahren wir viele Erinnerungsstücke aus den 44 Jahren unserer Gesellschaft auf", so Dinier.

Dazu zählen etliche Vereinsorden und Geschenke anderer Karnevalsgesellschaften, Fotos und Dokumentationen der Vergangenheit sowie eine Sammlung von Biergläsern der früheren Oberkasseler Brauerei. "Wir freuen uns, auf diese Weise unsere Tradition für jeden Kaasseler Jong bei Versammlungen und Treffen wach zu halten und ein Stück Geschichte der KG und unseres Ortes zu bewahren", sagte Dinier.