Brückenforum in Beuel

Zuschauer sind von Vorstellabend der Karnevalisten begeistert

BEUEL. Keine langen Reden, keine Tollitäten und keine Kostümierten Jecken: Von einer echten Karnevalssitzung ist der Vorstellabend der Vereinigung Bonner Karnevalisten (VBK) weit entfernt. Dafür ging es bei der Veranstaltung im voll besetzten Brückenforum Schlag auf Schlag: Büttenredner, Musik- und Tanzgruppen gaben sich die Klinke in die Hand.

Der Vorstellabend fand nach mehrjähriger Pause wieder im Brückenforum statt - dazwischen war die VBK in die Godesberger Stadthalle umgezogen. Moderator Willi Baukhage war sehr zufrieden mit der Veranstaltung, die eine halbe Stunde nach Mitternacht endete. "Bis zum Schluss war der Saal noch voll", freute er sich am nächsten Tag. Auch die Kommentare auf Facebook, die zufriedene Besucher hinterlassen hatten, seien durchweg positiv gewesen. "Ich freue mich, wenn die Leute zufrieden nach Hause gehen und sagen: Da gehe ich wieder hin."

In diesem Jahr sahen die Besucher neben vielen Alteingesessenen auch neue Gesichter, zum Beispiel den "kölschen Tenor": Tino Selbach, gelernter Opernsänger, erntete mit seinen Parodien tosenden Beifall. Ovationen gab es auch für den "Tuppes vom Land" Jörg Runge, der eine schwungvolle Rede in Reimform hielt. "Davon gibt es nicht mehr viele im Rheinland", meinte Baukhage. "Die meisten machen ja eher Comedy oder Kabarett." So wie Frank Fander und Axel Foppen, die als "Huusmeister vom Bundestag" auch die aktuellsten politischen Themen durch den Kakao zogen.

Ebenfalls kaum noch zu sehen, so Baukhage, seien typisch rheinische Zwiegespräche mit Maske, wie sie "Strunz und Büggel" präsentierten. Einen ähnlichen Auftritt boten Harald (Quast) und Achim (Schall). Mit "Der Een on der Anne" alias Thomas Berschbach und Udo Kohns war noch ein drittes Zwiegespräch zu sehen.

Außerdem gab es Tanzauftritte unter anderem der "Mülleme Junge" und der "Kölsch Hännesche", Musik von "Schäng", "Six Pack" und den "Jodesberger Junge", Many Lohmer trat wieder als "Der Jung us em Vürjebirch" auf und Gerhard Rother ließ seine Bauchrednerpuppen zu Wort kommen. 18 Gruppen standen auf dem Programm, bei fast allen wollte das Publikum Zugaben sehen.