Rosenmontagszug

Bonns längster Zug ist pünktlich gestartet

BONN. Punktlich um 12 Uhr hat sich Bonns größter Rosenmontagszug an der Thomas-Mann-Straße auf seinem Weg durch die Innen- und Altstadt gemacht. „Es läuft alles nach Plan“, sagt Zugleiter Axel Wolf.

5200 Jecken, davon 3400 zu Fuß, ziehen an ausgelassen jubelnden und feiernden Narren vorbei. Darunter auch Neulinge wie der Bonner-Münster-Bauverein, das GOP Varieté-Theater Bonn und die neu gegründeten UN-Funken Bonn samt ihrer UNiversa Nora I. Doch die läuft natürlich nicht Prinz Mirko I. und Patty I. den Rang ab, an deren Prunkwagen am Start der gesamte Zug vorbeiläuft, bevor der sich am Ende einreiht. „Wir haben ausreichend Kamelle und Bützje geladen“, versprechen die beiden vor ihrer Fahrt durch Bonn - der Höhepunkt der Session „Bonn met Hätz“.

Im Vorfeld galt es einige Probleme zu bewältigen: Nach dem Terroranschlag mit einem Lkw auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hatten Festausschuss Bonner Karneval, Polizei und Stadt ein eigenes Sicherheitskonzept für Bonn entwickelt. Dazu gehören neben dem Einsatz von besonders vielen Polizisten auch 21 Sperren an Einfallstraßen unter anderem mit Fahrzeugen der Feuerwehr.

Tierschützer verlangten vor wenigen Wochen den Verzicht auf Pferde, da eine Verabreichung von Beruhigungsmitteln verboten sei. Vor dem Zug fotografierten einige die Pferde der Stadtsoldaten und schauten sich die Hufe an. Die Garden, die die Tradition ihrer Kavalleristen nicht aufgeben wollen, versicherten, nur Tiere mitzunehmen, die Umzüge gewöhnt sind. Schon vor Zugstart ritten sie zur Eingewöhnung durch die Straßen.

Neben den vielen Bonner jecken Vereinen beteiligen auch 28 Musikgruppen am Zug, zwei neue aus den Niederlanden sind dabei. Zudem die Bands Köbesse und Sibbeschuss. Auch die Clowns vom Circus Comicus machen sich schon warm, um bei verhangenem Himmel wenigstens am Boden jeder Menge Farbe ins Spiel zu bringen.