Vorverkauf für "Bonn steht Kopp"

Der Erste kam um drei Uhr morgens

Bonn. Der Vorverkauf zur zweiten Auflage der Karnevalsparty "Bonn steht Kopf" am 13. Januar 2018 im Telekom Dome startete um 10 Uhr, doch schon eine Stunde zuvor hatte der General-Anzeiger seine Zweigstelle am Bottlerplatz zu einem exklusiven Vorverkauf geöffnet.

Patrick Ebener war der Erste: Der 29-jährige Bonner stand am Samstagmorgen am Kopf einer Warteschlange, in die sich bis kurz vor neun Uhr sicherlich gut hundert Jecken eingereiht hatten. "Ich habe meinen Bruder um halb sechs abgelöst, wir wollen Karten im Innenraum haben, und die sind immer als erste weg", erzählte der sichtlich gut gelaunte und nach eigenem Bekenntnis karnevalsverrückte Patrick Ebener. Schon um drei Uhr habe sich sein Bruder mit einem Klappstuhl vor der Geschäftsstelle eingerichtet. Um diese Zeit sei er zunächst erst einmal recht alleine geblieben, um beim Zugriff auf die Tickets die Nase vorne zu haben.

Um fünf nach fünf Uhr trudelte dann auch Mechthild Frohn aus Duisdorf mit vier Freundinnen ein: "Wir sind eine Truppe von fünf jecken Paaren, und fürs Kartenholen sind diesmal wir Frauen zuständig", erzählte die Beamtin, während sie einen frischen Kaffee von einer ihrer Freundinnen entgegennahm. Bestens ausgestattet mit Stühlen, großer Iso-Kanne und für den Notfall sogar einem großen Schirm genossen die Frauen die Zeit, bis sich die Türen der GA-Zweigstelle dann kurz vor neun endlich öffneten.

Bereits eine halbe Stunde zuvor hatte GA-Mitarbeiterin Xenia Fischer Zettel an die Wartenden verteilt, auf denen diese ihre Namen sowie die Anzahl und die Kategorie der gewünschten Karten eintragen konnten. "Die geben Sie mir bitte ab und warten dann an der Seite, während wir die Tickets für Sie ausdrucken", erläuterte Fischer den Anstehenden das Prozedere, nachdem der erste Schwung den Weg in die Geschäftsstelle gefunden hatte. Kurz nach Öffnung der Verkaufsstelle erhielten die Wartenden dann noch prominenten Besuch: Mirko Bäumer, der neue Frontmann der Bläck Fööss, ließ es sich nicht nehmen, persönlich vorbeizuschauen, um ein bisschen mit den weiter hinten Wartenden zu plaudern. Die Premiere von "Bonn steht Kopp" habe ihnen so gut gefallen, dass sie sich direkt wieder um Karten bemühen wollten, erzählte etwa Bianca Bassen. Sie und ihre Tochter Laura waren nach knapp zweistündiger Wartezeit endlich kurz vor dem Eingang angekommen.