„Karnevalsgesellschaft Duisdorfer Funken“ gegründet

Die Rückkehr der Herrensitzung

Start frei für die Duisdorfer Funken: Mit einem Teil der Gründungsmitglieder stellt sich sich Präsident Lutz Persch (hinten 5. von links) dem Fotografen, natürlich noch in Zivil.

Start frei für die Duisdorfer Funken: Mit einem Teil der Gründungsmitglieder stellt sich sich Präsident Lutz Persch (hinten 5. von links) dem Fotografen, natürlich noch in Zivil.

orf. Gute Nachrichten für alle Karnevalsfreunde im Stadtbezirk Hardtberg, der allgemein als Diaspora des närrischen Frohsinns gilt: In Duisdorf gibt es seit dem vergangenen Wochenende einen neuen Karnevalsverein.

Die treibende Kraft dahinter ist der als Karnevalsjeck bekannte Lutz Persch, auch Cheforganisator der Metro-Karnevalsmesse. Er gründete jetzt gemeinsam mit 23 weiteren Mitstreitern die „Karnevalsgesellschaft Duisdorfer Funken“.

Und eine erste Veranstaltung ist auch schon geplant: „Wir wollen mit der nächsten Session beginnen und die legendäre Herrensitzung von Toni Mai wieder aufleben lassen“, berichtet Persch. Diese soll am Freitag, 24. November, in der Schmitthalle in Duisdorf stattfinden. „Das wird eine Sitzung mit vielen Überraschungen“, kündigte Mitstreiter Aloys Zapp an. Unter anderem ist die Kölsche Band Klüngelköpp mit dabei.

Auch Toni Mai geht mit der Idee konform, plant mit und wird auch weiterhin der Namensgeber der Sitzung sein, hieß es. 20 Jahre lang hatte der heute 92-Jährige die Herrensitzungen für den Turn- und Kraftsportverein Duisdorf geleitet – bis 1995, mit seinem kleinen Partner „Mattes“ Rang.

Es gibt einen Mangel an organisiertem Karneval

In Spitzenzeiten kamen mehr als 1 000 Männer zu dem oft freizügigen Spektakel, dass in manchen Jahren sogar mehrfach in der Session stattfand. 1997 hatte Norbert Kolzem von der KG Narrenzunft nach einem Jahr Pause die Moderation übernommen.

Im Jahr 2009 fand die Sitzung, zu der auch immer Nummerngirls namens Vanessa gehörten, zum letzten Mal statt. 2010 war der der Kartenverkauf dann so schlecht, dass ein endgültiger Schlussstrich gezogen wurde.

Die Idee, einen neuen Verein in Duisdorf zu gründen, hat auch mit dem Mangel an organisiertem Karneval im Stadtbezirk zu tun. „Da es sonst keine größeren Karnevalsvereine in Duisdorf gibt, haben wir gedacht, dann machen wir so etwas mal“, erzählt Persch.

Gemeinsam mit Frank Hofmann, dem Vorsitzenden der „Bönnschen Funkentöter“ und Aloys Zapp, Geschäftsmann in Duisdorf und Vater der Weinkönigin Constanze I., kam die Idee in der vergangenen Karnevalssession auf: „Seit zwei Jahren fahren wir schon im Bonner Rosenmontagszug als Duisdorfer Karnevalsfreunde mit, und dabei ist die Idee entstanden“, berichtet Zapp.

Am Samstag wurde das gedankliche Vorhaben dann in die Realität umgesetzt. Mit dabei waren 24 Gründungsmitglieder: „Eingeladen sind die Menschen, mit denen wir in der Karnevalszeit darüber gesprochen haben“, sagte Persch. „Da haben wir aber noch vorsichtiger und bei einem Bier darüber geredet.“

Im privaten Partykeller von Persch wurde die offizielle Gründung vorgenommen. Natürlich durfte auch der Spaß nicht fehlen, denn nebenbei wurde Fußball geguckt und der Grill angeworfen. Man einigte sich auf den Namen „Duisdorfer Funken“, und Persch nahm die Wahl zum Präsidenten an. Weiter wurden Aloys Zapp zum Schatzmeister, Frank Hofmann zum Sitzungspräsidenten und Michaela Herke-Kehne zur Geschäftsführerin gewählt.

Weitere Informationen zu den Duisdorfer Funken soll es demnächst auf einer eigenen Website im Internet geben. „Wir haben aber keinen Zeitdruck“, erklärte Persch, „wir machen hier alles step by step.“