Nina I. übernimmt Kessenich

Diese Nixe schwimmt in Geld

Nina I. geht mit ihren Matrosinnen Pauline (l.) und Charlotte Düllmann durch die Session.

Nina I. geht mit ihren Matrosinnen Pauline (l.) und Charlotte Düllmann durch die Session.

Kessenich. Wenn es nach Pater Jacek Styrczula ginge, stünde die nächste Bundeskanzlerin fest - und sie würde auch noch Finanz- und Verteidigungsministerin. Nina Sommershof bringe alle Fähigkeiten mit, sagte er am Samstagabend in seiner Ansprache, mit der er die 20-Jährige zur Kessenixe proklamierte.

Als zweimalige Schützenmajestät und jetzige Tollität habe sie genügend Führungserfahrung, als Finanzbeamtin könne sie Wolfgang Schäuble und als Schützin Ursula von der Leyen beerben.

Zunächst wird die Geschäftsführerin der KG Weiß Blau Kessenich ihren Karnevalisten aber erhalten bleiben. Im Verein ist sie von Anfang an: Seit dem zweiten Lebensjahr tanzt sie im weiß-blauen Kostüm, heute ist sie außerdem Co-Trainerin bei den Tanzmädchen. Das Geschäftsführen „macht sie nebenbei“, sagte Ninas Stiefvater, Ex-Sitzungspräsident Heijo Henrich.

Für das Amt der Kessenixe sei Nina I. bestens geeignet, meinte er, nicht nur wegen Vereinskarriere und Familienbande: Ihre Mutter ist Präsidentin Sabine Henrich. „Sie ist mit Herz und Seele dabei und hat die entsprechende Aura.“ Und: „Für sie ist der Verein alles.“ Das gelte auch für die Schützen Bonn-Süd, für die Nina Prinzessin und Kreisjugendkönigin war.

Jetzt also Kessenixe. „Das ist eine steile Karriere“, so Pater Jacek. „Sie ist eine, die Menschen zum Lachen bringen und gut mit Menschen umgehen kann.“ Er übereichte ihr nach der Proklamationsrede, in der er sie eine „von Beruf in Geld schwimmende Nixe“ nennt, die Insignien: Diadem, „Hummer gegen den Kummer“ und „Meeresspiegel“. Nina I. geht mit Begleiterinnen Charlotte und Pauline Düllmann durch die Session. Bei ihrer Antrittsrede riet sie vor allem den männlichen Jecken, sich gut mit ihr zu stellen.