Junge Bonner Karnevalsgruppe

Jecke Truppe fährt in Narrenkappe

Bonn. Der Freundeskreis bönnsch dropp rüstet sich für den Rosenmontagszug und nimmt die Band Op Zack mit. Es ist ihre vierte Beteiligung am Bonner Zoch.

Hoffentlich klappt das mit der Narrenkappe: So sieht der Wagen des Freundeskreises (FK) bönnsch dropp aus, mit dem die noch recht junge Gruppe die vergangenen zwei Jahre im Bonner Rosenmontagszug mitgefahren ist. Jetzt wird er renoviert, ist aber noch nicht ganz fertig. Klar ist aber schon, dass diesmal musikalische Unterstützung mit in die Kapp kommt, nämlich von der Bonner Band Op Zack.

Präsidentin Katharina Rörig und ihr Mann Gerhard standen früher immer mit Freunden an der Stiftskirche, um den Bonner Rosenmontagszug zu gucken. „Dann kam 2014 die Idee auf, mal selbst mitzugehen“, sagt Rörig. Vielleicht hat das auch ein wenig damit zu tun, dass Katharina Rörig in der Altstadt im Zeughaus der Bonner Stadtsoldaten groß geworden ist. „Ich durfte aber nie in einen Verein eintreten“, sagt sie. So hieß es warten.

Rörig nahm dann die Sache in die Hand und gründete im Vereinslokal „Janni's Taverne“ im Rosental mit sieben Mitstreitern bönnsch dropp – kein eingetragener Verein, allerdings seit 2016 Mitglied im Festausschuss Bonner Karneval. 2015 ging die Truppe mit einer roten Stretchlimousine – ein Wagen aus Oberdrees – erstmals an Rosenmontag mit. Keine ganz billige Sache, auch wenn Miete und Kosten fürs Wurfmaterial unter den Leuten aufgeteilt wird. Aber: „Wenn man einmal mitgefahren ist, Bonner ist, Bekannte und lachende Narren am Straßenrand sieht: Das ist so ein Kick. Ich habe dann immer die Tränen in den Augen“, sagt Rörig – Gänsehautgefühl.

Auf Bonner Art gut drauf

Das Markenzeichen des Freundeskreises ist das Ortseingangsschild von Bonn, ein wenig abgeändert und mit Kappe, Konfetti und Luftschlange bunter gemacht. „Es heißt, auf Bonner Art gut drauf zu sein“, sagt die Präsidentin. Mittlerweile gibt es schon 30 Mitglieder. „Wir sind einfach nur normal“, sagt Rörig. Der Freundeskreis veranstalte keine Sitzung und auch keinen Partykarneval, aber ein Sommerfest darf es schon sein. „Wir bezeichnen uns als Karnevalsfamilie. Die Mitglieder wollen sich bei uns wohlfühlen“, sagt die 50-Jährige. Es gehe vor allem um eins: „Das Streben nach der Pflege und Aufrechterhaltung des rheinischen Brauchtums.“

Die Gruppe hat das Motto „Jeder Jeck ist anders bunt“. So trägt niemand Uniform. Einheitlich ist nur der gelbe Schal. Die Narrenkappe kommt übrigens aus Ollheim in der Gemeinde Swisttal. Die Zusammenarbeit mit der KG Olleme Bubbelsbröder laufe wie geschmiert, heißt es, die stellten sogar den Traktorfahrer. Jüngst hat der Freundeskreis den Erlös des Grillfests mit der jecken Summe von 111,11 Euro den Klinikclowns im St. Marien-Hospital gestiftet.

Kontakt: Wer sich für den Verein interessiert, kann eine E-Mail an boennschdropp@gmail.com schicken oder bei Facebook reinklicken.