Karneval im Polizeipräsidium

Luisa ist Kommissarin für sechs Tage

Beuel. Polizeikommissarin wird man nicht einfach so - man muss zumindest eine Karnevalssession als Wäscherprinzessin hinter sich haben. Diese besondere Verbeamtung, die am 1. März schon wieder endet, erhielt Luisa I., wie auch ihre Vorgängerinnen, am Freitag beim Karnevalsempfang des Kultur- und Krimivereins der Bonner Polizei im Präsidium in Ramersdorf.

Dort bedankten sie und Obermöhn Ina Harder sich dafür, dass sie sich beim Rathaussturm am Donnerstag wohl und sicher fühlen konnten - und "für die netten jungen Polizeianwärter". Harder resümierte das große Ereignis, indem sie genüsslich über die männlichen Kontrahenten bei der Erstürmung lästerte.

Und Luisa I. erzählte, dass sie bei Kabarettist Eckart von Hirschhausen karnevalistische Entwicklungshilfe betrieben habe: Sie habe ihm unter anderem beigebracht, wie der Stippeföttche-Tanz funktioniert. Erstmals marschierten die Wäscherprinzessin und das Alte Beueler Damenkomitee mit den Beueler Stadtsoldaten ein. Deren Tanzpaar musste bei den Hebefiguren vorsichtig sein, weil die Decke im Präsidiumsbistro Dahlienfeld so niedrig ist.

Außerdem hatten sich Liküra-Prinzessin Kim I., Prinz und Bonna mit der Prinzengarde Hönningen sowie die Tollitäten aus Godesberg und Dransdorf sowie Tanzgruppen angekündigt. Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa und Moderator Jörg Pefferkorn ehrten außerdem den Ramersdorfer Wachleiter Gerd Mainzer, der demnächst in den Ruhestand geht.