Straßenkarneval in Ippendorf

Seilbahn gondelt durch den Zug

Bei der Gruppe Melbtal wird die Seilbahn auf den Venusberg zur Wirklichkeit – etwa als Privatpatientengondel.

Bei der Gruppe Melbtal wird die Seilbahn auf den Venusberg zur Wirklichkeit – etwa als Privatpatientengondel.

Ippendorf. Die Ippendorfer griffen bei ihrem Kernavlszug lokale Themen auf. Da drehte zum Beispiel schon die Seilbahn auf dem Venusberg ihre Runden.

Ein Höhepunkt des Ippendorfer Zugs am Sonntag waren die Seilbahnkostüme der Karnevalsgruppe vom Melbtal. Mit Seilen aneinander befestigt, tanzten sie durch die Ippendorfer Straßen. Auf den Gondeln stand groß der Slogan „make Ippendorf great again“ und warb so dafür, dass der Ort bald wieder was hermachen könnte. Mal sehen, ob die Seilbahn irgendwann mal auf den Venusberg fährt.

32 Gruppen hatten am Zoch teilgenommen. Vertreten waren insbesondere ortsansässige Gruppen wie der Reitverein Annaberger Hof mit der Poloponygruppe und die Sankt-Sebastianus-Schützen, die tatkräftig durch Bürgermeisterin Gabriele Klingmüller (SPD) und den Stadtverordneten Georg Goetz (CDU) unterstützt wurden.

Die Ippendorfer Ärzte hatten sich zusammengetan, bei der DRK-Kita und den Ippendorfer Dorfpiraten liefen viele Kinder mit. Die gesamte Strecke entlang hatten Anwohner und Ehrenamtliche für Verköstigung gesorgt. Nicht selten gab es sogar Selbstgebackenes.

Wie es sich gehört, wussten die Kinder schon bald nicht mehr, wohin mit den gesammelten Kamelle. Da die Busse umgeleitet wurden, machten sich viele, hauptsächlich Jugendliche, zu Fuß auf den Weg vom Poppelsdorfer Platz den Berg hinauf. Aufgrund der Erfahrung der vergangenen Jahre, in denen Jugendliche vermehrt durch Trunkenheit und teils auch Aggressivität aufgefallen waren, zeigte sich die Polizei an den entsprechenden Plätzen mit großer Präsenz.

Die Ecke Röttgener Straße und Buchholzstraße sei so ein Platz, sagte Einsatzleiter Ulrich Bretz. Bereits gegen 15 Uhr hatten sich dort viele Jugendliche versammelt. „Bisher ist es ruhig, alle feiern friedlich“, so der Polizist. „Wir hoffen, dass es so bleibt.“ Jasmin Bergmann (17) und ihre Freunde wollten „es ruhig angehen lassen“. Schließlich ist Montag wieder Schule.