In wenigen Minuten ausverkauft

Sitzung der KG Dänemark in Dottendorf

Günter Missenich aus Köln singt und spielt in Dottendorf.

Günter Missenich aus Köln singt und spielt in Dottendorf.

Dottendorf. „Die machen das immer schön hier“, meinte eine Jecke zu einem Jecken, „im kleinen Rahmen.“ Sie standen mit anderen vor der Turnhalle der Montessorischule in Dottendorf, in der die KG Dänemark Rut Wiess von 1926 am Samstagabend ihre Sitzung abhielt.

Die Halle war voll, auch im Eingangsbereich herrschte Gedränge, denn viel Platz ist da ja nicht – und dann kam das Tanzcorps aus Eschweiler mit seinen vielen Tänzern knapp 90 Minuten vor seinem Auftritt.

Irgendwo fanden auch die einen Platz. Derweil marschierten „150 Kilogramm erotische Nutzfläche“ durch den Saal auf die Bühne: Kaschemmensänger Günter Missenich ist nach eigener Aussage einer der letzten Krätzchesänger in Köln, die ohne elektrisches Instrument auskommen. Nur mit seiner Quetschkommode und seinem Seebärencharme unterhielt er das Publikum, das die alten Karnevalslieder mitsang und dazu schunkelte. Solche kleinen Bühnen seien ihm lieber als die großen Hallen, sagte er. „Die Leute sind da zu unruhig und wollen nur noch Party machen.“

Die großen Top-Acts konnte man bei dieser Veranstaltung nicht erwarten. Stattdessen tanzten neben dem Corps aus Eschweiler auch die Hafengarde Oberwinter und die Prinzengarde Alfter.

Sitzungspräsident Holger Roggendorf empfing die Band Brass on Spass 86 sowie Steven Alan und die Dräcksäck auf der Bühne, und das Publikum gewährte auch den Rednern Guido Hoss als Mister Feinripp und Martina Gordon als Hildegard Brömmelstrote die gebührende Aufmerksamkeit. Literat Paul Walbröl freute sich, dass die Sitzung in Dottendorf und den angrenzenden Stadtteilen so gut angenommen wurde.

„Die Karten waren nach 4:20 Minuten ausverkauft“, sagte er. Da sei es auch verschmerzbar, dass die Bonner Ehrengarde, die schon auf dem Programm stand, ihr Kommen aus Termingründen auf 2020 verschoben hat. Dafür hatte Walbröl die Alfterer organisiert. „Wir sind flexibel.“

Dass die Dottendorfer nicht nur gerne zur Sitzung kommen, sondern auch für deren Zustandekommen in die Tasche greifen, machte sich darin bemerkbar, dass Sitzungspräsident Roggendorf zwischendurch immer wieder verkündete, welcher Besucher wie viel gespendet hat.