Ingrid I. freut sich über ersten großen Auftritt

Nach schwerer Krankheit kann die Dransdorfer Prinzessin jetzt mitfeiern - Duisdorfer Durschlöscher sind nach einem Jahr Pause zurück

Hardtberg. Ein kleines Tanzmariechen hatte gleich seinen großen Auftritt. Die Mama im Schlepptau marschierte es durch die Stadt zur Sitzung, wo seine Garde auftrat. An allen Ecken und Enden wurde am Wochenende Karneval gefeiert.

Dransdorf. Die Putzfrau aus Ründeroth hat endlich Narrenfreiheit: "Der Weltjugendtag ist vorbei, der Papst ist wieder zu Hause", freut sie sich. Bahn frei also für schlüpfrige Witze und jede Menge Sexappeal.

Gerade der kam bei den Dransdorfern gut an, und sie jubelten der frechen "Miss Ründeroth 2006" (Heinz Baumeister) am Samstag begeistert zu. Beim Fastelovend am Ovend der Großen Dransdorfer Karnevalsgesellschaft (GDKG) gab es aber auch sonst viel zu lachen und zu feiern - vor allem für Ingrid I. Die Prinzessin hat ihre Lungenentzündung gut überstanden und freute sich sichtlich, nun endlich dabei sein zu können.

Präsident Werner Knauf führte durch das dichte Programm, bei dem sowohl eigene als auch fremde Kräfte mitwirkten. Mit dabei zum Beispiel Fuffzichzehn, Bauchredner Gérard mit Dino und Freddy und die Regimentstrompeter Eschweiler. Vor allem aber der Dransdorfer Nachwuchs kam am Samstag wieder groß raus.

Die GDKG wartete mit ihrer Kinderprinzengarde, der Playbackgruppe 2gether und ihren eigenen Cheerleadern auf. Am Sonntag kamen die Pänz voll auf ihre Kosten. Melanie Knauf und Jörg, der Magier, hielten in der Mehrzweckhalle ein tolles Programm bereit. Mama und Papa durften natürlich mitfeiern.


Duisdorf. Nach einem Jahr Pause wurde am Samstagabend bei der Kostümsitzung der Durschlöscher wieder auf Tischen und Bänken getanzt. Rund 400 Gäste feierten unter dem Motto "Unverfälscht - echt" bis in die frühen Morgenstunden die Rückkehr der Durschlöscher-Sitzung.

"Die gehört zum Fastelovend einfach dazu", freute sich eine jecke Schlangenbeschwörerin. Die Tänzer der Bonner Stadtsoldaten ließen die Hüften kreisen, das Thorrer Schnauzerballett zeigte Männer in Strumpfhosen, und das Schlebuscher-Tanzcorps wirbelte die Röcke. Insgesamt 200 Mitwirkende sorgten für Stimmung. "Wir sind ein junger Verein und bieten unverkrampften Karneval", beschrieb Uwe Deckert die Besonderheiten der Sitzung.


Lessenich/Meßdorf. 180 Senioren ab 65 Jahren - viel mehr als im vergangenen Jahr - kamen am Sonntag zum Karneval in die Mehrzweckhalle. Den bunten Nachmittag hatten sie auf der einen Seite dem Ortsausschuss (OA) und den Vereinen zu verdanken, aber auch vielen Bewohnern von Lessenich/Meßdorf.

Denn im Ort gingen vorher viele Helfer mit der Büchse rund, um für die jecke Veranstaltung Geld zu sammeln. So mussten die Gäste schließlich für Programm und Bewirtung nichts zahlen. Die meisten Künstler traten sogar ohne Gage auf. Auf der Bühne standen die Zwei mit dem Dreh, die Beueler Stadtsoldaten sowie eigene Kräfte.

Auch Prinz und Bonna schauten vorbei sowie die scheidende Kinderprinzessin Jaqueline I. und ihre Nachfolgerin Anna-Lena I. Der Förderverein Rheinisches Brauchtum prämierte die schönsten Fußgruppen des vergangenen Karnevalszugs. "Ich bin sehr zufrieden", sagte OA-Vorsitzender Dieter Meichsner und bedankte sich bei allen Helfern.


Tannenbusch. Sehr großzügig zeigten sich am Samstagabend die Blauen Funken Bonn. Insgesamt verliehen sie 60 Orden an die Vertreter ortsansässiger Vereine und KGs, Politiker und Mitglieder. Jedoch nicht nur wegen des begehrten Metalls wird das Ordensfest der Funken mit jedem Jahr beliebter.

In ungezwungener Runde können die Gäste klönen, sich kennen lernen und bekommen nebenbei ein buntes Bühnenprogramm geboten. Verschiedene Gesellschaften aus Bonn und der Umgebung statteten den Funken einen Besuch ab, darunter die KG Blau-Gold Beuel, das Damenkomitee Rot-Weiß Buschhoven und die KG Tannenbusch. Alle hatten ihren Gastgebern ein Ständchen oder einen Tanz mitgebracht.

Unter anderem begrüßte der Vorsitzende Wolgang Lüssem das Bonner Prinzen- und Kinderprinzenpaar auf der Bühne. "Bis jetzt fand das Ordensfest immer im Vereinshaus statt, aber der Platz reichte einfach nicht mehr aus", sagt Johanna Lüssem von den Blauen Funken. Deshalb wich die KG erstmals auf den Pfarrsaal aus und möchte dort auch in Zukunft gerne feiern.


Nordstadt. "Sternschnnuppen - hier sind wir wohl richtig", sagte ein Mann mit rot-weißer Mütze und winkte eine Schar Jugendlicher in das Gemeindehaus der Sankt-Marien-Kirche. "Kann man denn da tanzen? In einer Kirche?", wollte eins der Mädchen wissen.

Und wie: Das bewies als erstes Carolin Nettekoven. Zwar hatte sich die Neunjährige für ihren Solotanz den Dschungelbuch-Hit "Probier's mal mit Gemütlichkeit" ausgesucht, trotzdem wirbelte sie mit einer ungeheuren Energie über die Bühne, beeindruckte das Publikum mit Spagat und Radschlägen. "Wir beginnen unser Kostümfest traditionell mit den Kindertänzen", sagte Klaus Caspari. Statt seiner Uniform trug er eine Clownsperücke und ein knalliges Kostüm.


Kessenich/Dottendorf. Wenn eine Frau zur Bundeskanzlerin gewählt wurde, kann dann nicht auch eine Frau zur Ortsausschussvorsitzenden gewählt werden? Mit dieser brisanten Frage beschäftigten sich Werner Esser und Christiane Brahms in ihrem pfiffigen Zwiegespräch über Kessenich an sich.

Auch wenn die Meinungen auseinander gingen, waren sich die beiden doch in einem Punkt einig: Kessenich ist Kult. Das sahen die 300 Gäste im Dottendorfer Ortsteilzentrum genauso. Die KG Weiss-Blau Kessenich hatte für ihren großen karnevalistischen Abend am Samstag wieder ein tolles Programm zusammengestellt.

Zwischen Höhepunkten wie den Poppelsdorfer Schlossmadämchen, Willi Armbröster und den Sound Trompetern begaben sich auch Prinz und Bonna auf die Bühne. Besonders die Kessenicher Damenwelt freute sich über den Besuch von Prinz Rico I., der wieder einmal bützte, was das Zeug hielt.

Zum Dank durfte das Prinzenpaar nicht nur jede Menge Geschenke mitnehmen, sondern auch den Kessenicher Puzzle-Orden, der sich in Kombination mit den zukünftigen Orden zu einem Gemälde des Stadtteils zusammensetzt.


Dottendorf. Am Sonntag ging es nochmal in Dottendorf hoch her. Die Dottendorfer Burgwächter und ihre Burgfrau Gesine I. hatten zum siebten karnevalistischen Frühschoppen im Kellergewölbe der Burg geladen. Der urige Saal war wie immer proppenvoll.

Zum hochkarätigen Programm trugen auch die Burgwächter selbst bei. Vor allem die neu gegründete Kindergarde der KG erntete viel Applaus. Als nächstes freuen sich die Burgwächter auf den Bonner Rosenmontagszug, in dem sie mitgehen werden. An Weiberfastnacht ziehen sie außerdem durch Dottendorf und besuchen Altenheime. "So können wir auch dort ein wenig Karnevalsfreude verbreiten", sagte Schriftführer Edgar Arend.