Duisdorfer Rochuspassage

Simon I. und Verena I. besuchen bei ihrer Shoppingtour zahlreiche Geschäfte

"Jeder fängt klein an": Prinz Simon legt Hand ans Haar von Friseurin Jil, Chefin Rosemarie Titzmann (rechts) assistiert.

DUISDORF. Das war ein seltenes Bild: Die großen und die kleinen Bonner Tollitäten gemeinsam in der Duisdorfer Rochuspassage beim alljährlichen Prinzenshopping. Und es war auch eine Ausnahme: Das Kinderprinzenpaar erhielt am Samstag von Juwelier Dittmann seine Anstecker. Am ursprünglich geplanten Übergabetermin sind Pascal II. und Louisa I. in Venedig.

Sie hatten ansonsten mit dem Prinzenshopping von Simon I. und Verena I. nur am Rande zu tun. Die beiden marschierten gut gelaunt mitsamt Equipe und den beiden Duisdorfer Kapellen - Musikverein und Spielmannszug gingen wieder mit - von der Sparkasse aus durch die Einkaufsstraße, besuchten die Boutique "Flash", das Trisanum und das Reise-Center Duisdorf, bevor sie in der Rochuspassage einkehrten.

Dort gab es wieder ein Tanzprogramm, alles war geschmückt, und die Jecken feierten Prinz und Bonna. Dort machten die beiden der Bäckerei Penkert, der Fleischerei Wingen sowie Juwelier Dieter Dittmann ihre Aufwartung. Letzterer hatte ein Sonderlob für den Prinzen parat, weil der seinen Orden so gut pflege.

Weiter ging es zum Friseur Titzmann. Chefin Rosemarie Titzmann und das Prinzenpaar kennen sich gut, deshalb war es ein herzliches Aufeinandertreffen. Dort müssen die Prinzen traditionell eine Aufgabe erfüllen. Simon durfte Mitarbeiterin Jil Bugdayci die Lockenwickler aus den Haaren entfernen. Bonna Verena konnte sich dabei genüsslich zurücklehnen. Jils Urteil hinterher: "Es war angenehm." Klar, es sei nicht professionell gewesen, aber: "Jeder fängt klein an." Immerhin habe er nicht an den Haaren gerissen.

Wie üblich waren auch die Damenkomitees Blau-Weiß und Goldige Herzen mit von der Partie, außerdem der Duisdorfer Ortsfestausschuss mit Vertretern einiger Vereine sowie die Duisdorfer Weinkönigin Carina I. Sie zogen mit den Tollitäten weiter auf den Schickshof, wo sie dem gusseisernen Esel eine Equipe-Mütze aufsetzten, dann zu Medientechnik Derkum und Café Schell's Eck sowie zu Optik Kafarnik. An mehreren Stationen unterhielt der Prinz die ganze Schar und erzählte Witze. Ein Beispiel: Zwei Jungs beschließen, vor dem Standesamt ein junges Brautpaar zu erschrecken. Einer geht zum Bräutigam und sagt: "Hallo Papa".

Allerdings war Simon nach der Hälfte der Tour ein wenig gehemmt, weitere Schwanks zu erzählen. Aber die Stimmung war trotzdem gut. Und man merkte dem Prinzenpaar an, dass es sich in Duisdorf wohlfühlte.