Proklamation der Bockerother Jecken

Bockerother Prinz in Hennef proklamiert

Auswärtsspiel: Prinz Thorsten I., Prinzessin Walburga I. und Bauer Fabian lassen sich in Hennef-Rott feiern.

Auswärtsspiel: Prinz Thorsten I., Prinzessin Walburga I. und Bauer Fabian lassen sich in Hennef-Rott feiern.

Hennef. Prinz Thorsten I., Prinzessin Walburga I. und Bauer Fabian bilden das neue Dreigestirn der Bockerother Karnevalisten. Die Proklamation fand erneut in Hennef-Rott statt.

Obwohl die Jecken aus Bockeroth ihre Prinzenproklamation nicht mehr in ihrer traditionsreichen Stammkneipe „Op de Hüh“ durchführen konnten und stattdessen auf Hennefer Boden umsiedeln mussten, war die Stimmung am Samstagabend ausgelassen. Im „Alten Gasthaus“ in Hennef-Rott eröffneten rund 150 Karnevalisten die neue Session und erlebten das neue Dreigestirn.

Bis 20 Uhr wusste noch niemand im Saal, wer der neue Prinz sein würde. Doch als es im traditionellen Quiz dann hieß: „Der Kabarettist Rüdiger Hoffmann kommt aus der Stadt, aus der auch der Prinz kommt“, konnten einige Zuschauer schon erahnen, um wen es sich handelt. Thorsten I. (Krusch), gebürtiger Paderborner, ist neuer Prinz in Bockeroth. Prinzessin ist seine Frau Walburga I. (Krusch). Als Bauer begrüßten die Jecken bereits zum zweiten Mal Fabian Bellinghausen.

„Im Prinzip feiert man in der Heimatstadt des Prinzen nur zwei Tage Karneval“, verkündete der Moderator und erntete damit viele Buhrufe. Doch Thorsten Krusch lebt schon seit 1990 im Rheinland und kennt sich im Karneval bestens aus. Seit 2013 ist er Mitglied im Elferrat der Karnevalsgesellschaft „Mir komme met“ Bockeroth und Düferoth und seit vier Jahren Adjutant des Dreigestirns, sodass er über den Alltag eines Prinzen Bescheid weiß.

Dennoch war ihm die Nervosität auf der Bühne anzumerken: „Ich bin heute noch sehr aufgeregt, aber hoffe, dass sich das mit der Zeit legen wird. Toll, dass ihr so zahlreich erschienen seid“, sagte Krusch in seiner ersten Rede als neuer Prinz. Bauer Fabian aus Bad Honnef konnte den Prinzen beruhigen und ihm versichern, dass die Aufregung mit der Zeit abnimmt. Dem 31-jährigen Gärtner habe die letzte Session so gut gefallen, dass er gleich als Bauer weitermachen wollte. Die Kosmetikerin und Fußpflegerin Walburga Krusch aus Siegburg verkündete als neue Prinzessin zusammen mit ihrem Mann das Motto des diesjährigen Dreigestirns: „Scheurer Mädche, Paderborner Jung, bringen Bockeroth in Schwung“.

Für den musikalischen Rahmen beim Einmarsch des Dreigestirns sorgte der Musikzug Bergklänge aus Heisterbacherrott. Die Tanzgruppe „Dance4victory“ aus Dollendorf hatte an diesem Abend ihren ersten karnevalistischen Auftritt und war mit der Performance zufrieden. „Es sah sehr gut aus und scheint alles gut geklappt zu haben“, sagte Trainerin Janina Joost. Das Dreigestirn freue sich auf die neue Session, auch auf Hennefer Boden, und verkündete im achten seiner elf Gebote: „Das Lokal Zum Alten Gasthaus wird hiermit zur offiziellen Hochburg des Dreigestirns“.