Zug durch Thomasberg/Heisterbacherrott

Diätwahn, Zuckerpuppen, Hopfensaft

Schwatz, rut un wiess: die Ringeldüüwche der Katholischen Frauengemeinschaft aus Heisterbacherrott.

Schwatz, rut un wiess: die Ringeldüüwche der Katholischen Frauengemeinschaft aus Heisterbacherrott.

Thomasberg/Heisterbacherrott. Mit 18 angemeldeten Wagen und Gruppen, sowie etwa 380 Teilnehmern war der diesjährige Zug durch Thomasberg und Heisterbacherrott etwas kürzer als im vergangenen Jahr, aber thematisch ebenso top.

Die beiden Königswinterer Ortsteile Thomasberg und Heisterbacherrott verstehen sich aufs Karnevalfeiern. Das spiegelte sich unter anderem in der Zusammenstellung der Wagen und Fußgruppen des Rosenmontagszugs wider. Mal startet der Zug Richtung Heisterbacherrott, mal Richtung Thomasberg: Der Routenwechsel zwischen den Ortsteilen ist Tradition. Diesmal ging es los Richtung Thomasberg.

Mit 18 angemeldeten Wagen und Gruppen – etwa 380 Teilnehmern – war der Zug zwar etwas kürzer als im vergangenen Jahr, aber thematisch ebenso top. „Ob jruuß, ob klein, ob jung ob alt, dä Bürgerfestausschuss steht für Zosammehalt“, hatte sich der Bürgerfestausschuss als Motto auf die Fahnen geschrieben. Das konnte jeder direkt an der tollen Stimmung im Zug erkennen: Zusammenhalt wird auf dem Königswinterer Berg groß geschrieben.

Die Powerhexen waren mit dabei und gingen als Zuckerpuppen. Das mochte den Jungs und Mädels von „DorfMusic“ gut gefallen. Sie hatten diesmal nämlich dem Diätwahn des 21. Jahrhunderts den Kampf angesagt. „Eat fast, die young“ – iss schnell(-kost), stirb jung – hieß es schwarzhumorig auf dem Dorfmusikwagen. Passend dazu waren die Akteure als Pizzastücke, Hamburger und Torten verkleidet – und verteilten Hamburger in Gummibärchenform.

Der Junggesellenverein Heisterbacherrott setzte noch einen drauf: „Die Oelbergtraktoren fahren nicht mit Dieselmotor, hier bringt der Hopfensaft die Kraft“, hieß es bei den jungen Herren, die ihren großen Bollerwagen lieber per Hand zogen, als einen Motor davor zu spannen.

Die Strücher KG hatte ihre raderdollen Abteilungen ins Rennen geschickt und die örtlichen Kindergärten brillierten als Zauberer und Wiesenzwerge. Dem Reinemachen frönte der Maiclub Thomasberg: Die Maiclubber gingen als Schornsteinfeger. Und wer Trömmelcheklänge liebte, der war bei den Handballern aus dem Siebengebirge bestens aufgehoben.

Mehr Bilder von den Zügen aus Bonn und der Region gibt es auf www.kamelle.de